Auf Streife - Die Spezialisten
So 31.07.2016, 07:50

Rettung wider Willen

Vorschau: Rettung wider Willen

Schwierige Aufgabe: Die Sanitäter sollen einen alkoholisierten Patienten retten, der damit droht, aus dem Fenster zu springen. Eine Musiklehrerin kommt in die Notaufnahme. Sie hat sich beim Kochen ihren halben Finger abgeschnitten. Und: Notruf aus einer Villa: Die Spezialisten finden eine junge Frau, die in einer eiskalten Badewanne sitzt.

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Haschisch, auch als Hasch, Shit oder Chocolate bezeichnet, ist das aus Pflanzenteilen der weiblichen Cannabispflanze gewonnene und zu Platten oder Blöcken gepresste Harz. Stücke dieses Produkts werden oft „Piece“ genannt. Bei der Produktion von hochwertigem Haschisch finden hauptsächlich die Blütenstände der weiblichen Pflanze Verwendung, da sie gegenüber den restlichen Pflanzenteilen wesentlich mehr Harzdrüsen enthalten. Haschisch wird als Rauschmittel und Arzneimittel genutzt. Es zählt, mit seiner meist entspannenden Wirkung, zu den „sanfteren“ psychoaktiven Drogen. Haschisch wird meist in Pfeifen (Bong) oder als Joint geraucht, aber auch in Speisen konsumiert. Bei oraler Einnahme wird eine stärkere oder längere Wirkung erzielt, welche jedoch später eintritt (etwa eine Stunde nach dem Verzehr, beim Rauchen bereits nach wenigen Sekunden bis Minuten).

Aufgrund der verzögerten Wirkung kann es leichter zur Überdosierung kommen als bei der Inhalation. Diese kann sich unter anderem durch Herzrasen und Panik deutlich machen. Der Besitz – nicht jedoch der Konsum - von Cannabisprodukten wie Haschisch, ist in Österreich, Deutschland und vielen anderen Ländern verboten. Afghanistan ist neben dem weltgrößten Produzenten von Opium auch größter Ertragsproduzent von Haschisch, wie 2010 von den Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung UNODC festgestellt wurde. Charakteristisch für die Wirkung von Cannabis ist das breite Spektrum psychischer Effekte. So werden das Fühlen, das Denken, das Gedächtnis und die Wahrnehmung beeinflusst. Der intensive Konsum von Cannabis in jungen Jahren kann das Auftreten von Psychosen fördern.

 

Hättest du es gewusst: Cannabis ist die meistkonsumierte illegale Droge in Deutschland - aber auch Basis für Medikamente. Den beiden Hauptwirkstoffen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) wird eine krampflösende und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben.

 

  • Alkohol erhöht die Menge an THC im Blut. Mit dem Alkohol gelangen deutlich mehr Cannabis-Wirkstoffe ins Blut. Versuchspersonen, die geringe Mengen an Marihuana konsumierten, hätten eine Blutkonzentration von 32,7 Mikrogramm THC pro Liter aufgewiesen. In Kombination mit zuvor konsumiertem Alkohol sei diese jedoch auf 35,3 µg/L gestiegen.
  • Im Jahr 2012 hat in Deutschland jeder dreizehnte Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren (7,8 Prozent) mindestens schon einmal im Leben Cannabis zu sich genommen.
  • Abhängigkeit von Cannabis oder missbräuchlicher Konsum dieser Substanz bestehen bei 0,5 Prozent der deutschen Erwachsenen.
  • Cannabiskonsum ist bei den unter 25-Jährigen mittlerweile der Hauptgrund für eine ambulante und stationäre Behandlung sowie die Inanspruchnahme von Einrichtungen der Suchthilfe bei Problemen mit illegalen Drogen.
  • Bei  jungen  Erwachsenen  im  Alter  von  18  bis  25  Jahren  ist  der  Cannabiskonsum  deutlich weiter  verbreitet.  Etwa  ein  Drittel  dieser  Altersgruppe (34,8 %)  hat  Cannabis  zumindest einmal  ausprobiert.

Kiffen und Alkohol sind eine große Belastung für den Kreislauf. Daher führt diese Kombination häufig zu Übelkeit und Erbrechen. Reaktionsvermögen und Orientierungsfähigkeit lassen schneller und stärker nach, als bei Alkoholkonsum allein.

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