Auf Streife - Die Spezialisten
Di 19.07.2016, 18:00

Selbstentzündung

Während die Spezialisten eine junge Frau mit einem epileptischen Anfall behandeln, ereignet sich ein schrecklicher Unfall: Zwei Autos prallen gegeneinander. Neben mehreren Verletzten springt der Unfallverursacher schreiend und mit brennendem Bein aus dem Auto? - Ein muskulöser Türsteher trägt seine schwer verletzte Freundin in die Notaufnahme. Die Gogo-Tänzerin trägt nur einen blutverschmierten Bademantel. Die Untersuchungen bringen ein gut gehütetes Geheimnis der Frau ans Licht.

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Epilepsie, im Deutschen Fallsucht oder auch Krampfleiden genannt, bezeichnet ein Krankheitsbild mit mindestens einem spontan aufgetretenen Krampfanfall, der nicht durch eine vorausgehende erkennbare Ursache (beispielsweise eine akute Entzündung, einen Stromschlag oder eine Vergiftung) hervorgerufen wurde. Auf neurologischer Ebene ist ein solcher epileptischer Krampfanfall eine Folge anfallsartiger (paroxysmaler) synchroner Entladungen von Neuronengruppen im Gehirn, die zu plötzlichen unwillkürlichen stereotypen Verhaltens- oder Befindensstörungen führen. Die Symptomatik eines epileptischen Anfalls kann sehr unterschiedlich sein. So können epileptische Anfälle Gefühls-, Bewusstseins- und Verhaltensstörungen bewirken, aber auch Muskelzuckungen sind möglich bis hin zu den großen oder „Grand Mal“-Anfällen, bei denen der Betroffene stürzt und am ganzen Körper krampft und zuckt. Entscheidend für die Symptomatik sind sowohl der Ausgangsort des epileptischen Anfalls als auch seine weitere Ausbreitung im Gehirn. Man unterscheidet zwischeneinfachen fokalen Anfällen und komplex fokalen Anfällen. Bei einfachen fokalen Anfällen tritt keine Bewusstseinsstörung auf, das heißt der Patient kann in der Regel selbst die Symptome des Anfalls recht gut beschreiben. Bei komplex fokalen Anfällen ist hingegen das Bewusstsein in unterschiedlich großem Ausmaß gestört und meistens können nur Zeugen, z.B. Angehörige die Anfallssymptomatik genau beschreiben.

Hättest du es gewusst?

Hirnimplantate in Form von Elektroden könnten Epileptikern künftig vor drohenden Anfällen waren. Damit könnten gefährliche Situationen vermieden werden.
• Man geht davon aus, dass 0,5-1% der Bevölkerung an einer Epilepsie leiden (die sog. Prävalenz). Das wären dann in Deutschland ca. 400000 bis 800000 Menschen.
• Man nimmt an, dass ca. 5% der Bevölkerung mindestens einmal im Leben einen epileptischen Anfall bekommen, ohne jedoch eine Epilepsie zu entwickeln.
• Bis zu einem Prozent aller Menschen erkrankt an einer Epilepsie, zehn Prozent haben einmal im Leben einen Anfall, der jedoch nicht zwingend auf eine Epilepsie zurückzuführen sein muss, sondern als akutes Symptom einer anderen zugrunde liegenden Erkrankung auftreten kann. Es wird geschätzt, dass in Deutschland ca. 0,6 bis 0,8 Prozent der Bevölkerung an einer Epilepsie erkrankt ist. Dies sind etwa 500.000 bis 650.000 Menschen.
• Feuchter Weißer Phosphor entzündet sich nicht. Erst wenn der Phosphor (in der Hosentasche) getrocknet ist, entzündet er sich durch Oxidation an der Luft spontan von selbst und verbrennt mit einer Temperatur von bis zu 1.300° C. Die Flamme ist somit heißer als die von im Vietnam-Krieg verwendeten Napalm.
• Löschen von brennendem Weißem Phosphor ist mit drauf gegossenem Wasser nicht wirklich möglich; nach Weglaufen des Wassers flammt der Phosphor sofort wieder auf. Nur das Überdecken mit feuchter Erde oder das Abstreifen des brennenden klebrigen Phosphors von der Haut (natürlich nicht mit bloßen Händen!) stoppt letztendlich die Verbrennungen.
• Die britische Luftwaffe nutzte im Zweiten Weltkrieg ein Gemisch aus Phosphor und Kautschuk als Füllung für Brandbomben. Untersuchungen zufolge sind über 4.000 Brandbomben über der Ostsee abgeworfen worden. Nach Kriegsende entschieden die Besatzungsmächte zudem, rund 85 Prozent der in Deutschland gefundenen chemischen Kampfmittel im Meer zu versenken.
• Mittlerweile sind viele Stahlmäntel der Geschosse auf dem Meeresgrund durchgerostet und die Überreste werden an die Küsten gespült. Experten schätzen, dass bis zu 1,3 Millionen Tonnen phosphorhaltiger Munition auf dem Grund der Nordsee sowie 300.000 Tonnen in der Ostsee liegen.

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