Auf Streife - Die Spezialisten
Mo 12.09.2016, 18:00

Über Stock und Stein

Ein Notruf geht in der Leitstelle ein: Ein kleines Mädchen hat sich an einem rostigen Nagel verletzt. Als die Spezialisten eintreffen, stehen sie vor einem zugemüllten Hinterhof. Der Vermieter erscheint und ist außer sich. Hat er dem Mädchen etwas angetan? - Die Rettungssanitäter bringen einen Mann in die Notaufnahme. Er hatte einen Fahrradunfall. Doch warum hat er ein geschwollenes Auge und Ausschlag am Kopf? Da wird plötzlich seine Tochter mit ähnlichen Symptomen eingeliefert.

Video zur Episode

Weiterführende Informationen zum Thema Ratten

Es gibt weltweit etwa 60 verschiedene Rattenarten. Einige von ihnen leben teilweise oder ständig mit den Menschen zusammen. Die „Hausratte“ kam wohl mit der römischen Besiedelung nach Mitteleuropa und hat ihren Lebensraum dann als „Schiffsratte“ weiter ausgedehnt. Mit (unfreiwilliger) Hilfe des Menschen gelangten die Ratten auch auf weit entfernte Inseln. Dort sind sie eine große Gefahr für die einheimische Tierwelt. Da Eier, junge Küken und kleine Wirbeltiere auf ihrem Speiseplan stehen, sind sie für den Rückgang, oder gar das Aussterben einiger Arten verantwortlich. Freilebende Ratten können Überträger von Krankheitserregern, wie Salmonellen sein.

Hättest du es gewusst: Ratten wurden im Mittelalter häufig für die Verbreitung des Bakteriums „Yersinia pestis“ verantwortlich gemacht und galten somit als Überträger des „schwarzen Todes“, der Pest. Allerdings tut man den kleinen Tierchen damit Unrecht. Sie selbst sind Opfer eines Parasiten, des Rattenflohs „Xenopsylla Cheopis“, der sowohl Ratten, als auch Menschen befällt und wahrer Überträger der Pest ist.

Ratten im Haus, was kann ich tun?

• Weil Ratten sehr scheue Tiere sind, bekommt man sie nur selten lebendig zu Gesicht. Für die Anwesenheit von Ratten gibt es dennoch einige Hinweise. Beispielsweise spindelförmige Kotspulen oder ein beißender Ammoniakgeruch.
• Ratten können gut klettern, außerdem lieben die hierzulande heimischen „Wanderratten“ das Wasser. So dringen sie sowohl von außen, als auch durch die Kanalisation ins Haus ein.
• Es ist möglich einem Rattenbefall durch bauliche Maßnahmen vorzubeugen. Darum ist es wichtig den Ratten alle möglichen Zugänge zu blockieren. Beispielsweise durch das Vergittern von Licht – und Luftschächten, Gummi - oder Bürstenabdichtungen von Türspalten und den Einbau von Rückstauklappen in die Toilette. Diese sind standartmäßig in modernen Gebäuden eingebaut.
• Richtiges Verhalten kann dem Rattenbefall ebenfalls vorbeugen. So sollte man stets darauf achten, dass Mülltonnen geschlossen sind und auch sonstiger Müll für Ratten unzugänglich bleibt. Der Gelbe Sack beispielsweise sollte frühestens am Abend vor der Abholung auf die Straße gestellt werden. Ein gut gepflegter und durchmischter Komposthaufen lockt übrigens keine Ratten an.
• Falls man bereits einen Rattenbefall hat, bieten sich sogenannte Schlag – und Lebendfallen an. Von dem Einsatz von vergifteten Ködern oder Rattengift wird abgeraten. Diese sind für den Verbraucher teilweise illegal und sollten nur von Fachleuten eingesetzt werden. Im Zweifel hilft der Kammerjäger.

Mehr Episoden im Episodenguide

Kommentare

Ab in den Foodtruck!

Jetzt downloaden!