Auf Streife - Die Spezialisten
Fr 06.05.2016, 18:00

Verirrte Kugel

Notruf: Ein Jogger liegt mit einer stark blutenden Verletzung auf einem Forstweg. Als die Rettungskräfte eintreffen, fallen Schüsse. - Eine junge Frau, die ein blaues Auge und Nasenbluten aufweist, wird zusammen mit ihrem Kind von ihren Nachbarn in die Notaufnahme gebracht. Hat ihr Mann sie so zugerichtet? - Und: Ein ungewöhnlicher Fall: Zwei Geschwister kleben in einer Wohnung aneinander, aus gutem Grund ...

Mehr zum Thema Schusswunden

Eine Schusswunde ist eine Verletzung, die durch ein Projektil verursacht wird. Es kann in der Wunde stecken bleiben oder es durchdringt den Körper. Je nach Weg und Verbleib des Projektils unterscheidet man zwischen Durchschuss, Steckschuss (Projektil verbleibt im Körper), Prellschuss und Streifschuss.

Die Wirkung eines Schusses richtet sich nach dem betroffenen Organ oder Körperbereich und auch nach der Art des Geschosses und physischer Konstitution des Getroffenen. Unbehandelte Schussverletzungen führen zu Entzündungen oder Blutvergiftung (Sepsis). Eingedrungene Kleidungs- bzw. Holzstückchen oder aber auch sogenannte Sekundärgeschosse (z .B. Splitter von Deckungen), aber auch Knochensplitter verursachen oft bedeutende Eiterungen. Häufig sind innere Organe lebensbedrohlich verletzt. Durch Aufprall auf Knochen kann das Geschoss von seiner Richtung abgelenkt werden. Splittert der Knochen, spricht man von einer Schussfraktur. Alle Schusswunden sind infektionsgefährdet und erfordern eine chirurgische Versorgung.

 

 

Hättest du es gewusst: Der 24-jährige Angel Alvarez (24) erlitt im Jahr 2010 bei einer Schießerei in Harlem/New York mit der Polizei 23 Schusswunden und hat trotzdem überlebt.

 

  • Im Jahr 2014 wurden bundesweit 9585 Straftaten mit Schusswaffengebrauch begangen.
  • In Deutschland gibt es ca. 5,5 Millionen registrierte Schusswaffen, verteilt auf 1,45 Millionen Besitzer. Dies sind etwa 6 % der weltweit registrierten Schusswaffen.
  • Ohne eine vorherige Bestimmung der Blutgruppe kann jedem Patienten die Blutgruppe „Null-Negativ“ verabreicht werden! Deswegen nennt man Spender der Blutgruppe „Null-Negativ“ auch „Universalspender“
  • Der Waffenschein berechtigt, im Gegensatz zur Waffenbesitzkarte , zum Führen von Waffen in der Öffentlichkeit mit Ausnahme bspw. bei Großveranstaltungen.
  • Das Statistische Bundesamt registriert jährlich rund 70 Tote durch Schusswaffen bei Angriffen und Unfällen.

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