Auf Streife - Die Spezialisten
Di 23.08.2016, 18:00

Verstrahlt

Unfall auf der Autobahn mit einem Schwerverletzten: Die Spezialisten kämpfen um sein Leben und gehen der Unfallursache auf den Grund. Als einer der Unfallteilnehmer sich an einen Lichtstrahl erinnert, kommen sie der Lösung etwas näher. - Zwei Patienten kommen mit blutigen Gesichtern in die Notaufnahme. Sie behaupten, von Unbekannten zusammengeschlagen worden zu sein. Doch die Verletzungsmuster weisen eher auf einen Autounfall hin. Was haben die Verletzten zu verbergen?

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Weiterführende Informationen zum Thema Oberschenkelbruch:

Bei einem Oberschenkelbruch (Femurfraktur) ist der längste Knochen des Körpers gebrochen. Eine solche Verletzung tritt selten alleine auf, sondern meist im Rahmen von Traumata wie schweren Autounfällen. Der Oberschenkelknochen (Femur) besteht aus einem langen Schaft und einem kurzen Hals, der auch die Kugel des Hüftgelenks trägt. Im Bereich des Schafts ist der Oberschenkelknochen sehr stabil. Der Trochanter major, ein Knochenvorsprung zwischen Schenkelhals und Schaft, dient als Muskelansatzstelle. Der Trochanter minor ist ein kleiner Knochenvorsprung an der Innenseite des Oberschenkelknochens. Eine Femurfraktur ist sehr schmerzhaft. Das betroffene Bein kann nicht belastet werden, schwillt an und zeigt eine Fehlstellung. Häufig entsteht eine offene Fraktur – dabei ist die Haut durch Knochensplitter verletzt. Die Sofortmaßnahme am Unfallort besteht darin, dass man das Bein möglichst schmerzfrei lagert und schient. Bei einer offenen Femurfraktur deckt man die Wunde am besten mit einem sterilen Verbandsmaterial ab, bis der Patient im Krankenhaus eingetroffen ist. Durch eine Femurfraktur können große Blutungen entstehen, wodurch möglicherweise ein Kreislaufschock ausgelöst wird. Symptome dafür sind eine kalt-schweißige Haut mit blasser, gräulicher Farbe. Unabhängig von der Umgebungstemperatur frösteln und zittern die Betroffenen, ihre Hände und Füße sind kalt. Bereits am Unfallort sollte das Bein geschient und vorsichtig in die Länge gezogen werden. Die Therapie im Krankenhaus besteht in der Regel darin, das Bein operativ zu stabilisieren. Dazu muss man den Bruch anatomisch genau einrichten und dabei Achse sowie Rotation ohne Funktionsverlust wieder herstellen.

Hättest du es gewusst: Der Oberschenkel (Femur) ist der kräftigste Knochen der Extremitäten. Außer bei Knochenerkrankungen (einschließlich Osteoporose) ist eine erhebliche Gewalteinwirkung notwendig, damit er bricht. Etwa 20 % der Betroffenen mit Oberschenkelfraktur haben ein Polytrauma, also gleichzeitige Verletzungen in mehreren Körperregionen.

• Knapp 300.000 Menschen haben sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 ein Bein gebrochen.
• Genau 298.557 Frakturen am Ober- oder Unterschenkel wurden stationär in Krankenhäusern versorgt. In den meisten Fällen (85,8 %) war eine Operation notwendig.
• Die durchschnittliche Krankhausverweildauer lag bei 12,2 Tagen. Der gefährlichste Monat für einen Beinbruch ist der Statistik zufolge der Januar.
• Besonders häufig betroffen von einem Beinbruch sind Menschen über 75 Jahre. Knapp 60 % aller Frakturen bei Frauen ereigneten sich in dieser Altersgruppe.

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