Auf Streife - Die Spezialisten
Fr 24.06.2016, 18:00

Waldmannsheil

Notfall in einen Wald: Ein Spaziergänger ist in einer Tellerfalle gefangen und schwer verletzt. Als die Spezialisten in der Nähe Gewehre finden, stehen sie vor einem Rätsel. - Eine Frau hat schwere Verletzungen im Gesicht, nachdem eine E-Zigarette beim heimlichen Rauchen explodiert ist. Kurz darauf fällt ihr Sohn in Ohnmacht! - Und: Bei einer Stichproben-Kontrolle auf einem Privatflughafen fällt den Zoll-Beamten ein Teenager mit Koks im Gepäck auf.

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In Deutschland liegt Jagdwilderei vor, wenn jemand vorsätzlich unter Verletzung fremden Jagdrechts oder Jagdausübungsrechts Wild fängt oder erlegt oder eine Sache, die dem Jagdrecht unterliegt, zerstört oder entwendet. Zu den Dingen, die dem Jagdrecht unterliegen, gehören auch alle Teile eines Wildes, wie z. B. Geweihe/Gehörne/Hörner, Knochen, Federn. Wer also als Besucher in einem Jagdbezirk ohne Erlaubnis z. B. eine abgeworfene Geweihstange aufnimmt und mit nach Haus nimmt, begeht Wilderei im Sinne des Gesetzes. Heute gefährdet gewerbsmäßige Wilderei weltweit den Bestand vieler Tierarten. So sind die Bestände von Elefant (wegen des Elfenbeins) und Tiger (durch die Nutzung einiger Teile in der chinesischen Medizin) durch Wildererbanden schwer gefährdet. In Deutschland scheint es, dass sich innerhalb der Wilderei drei verschiedene Formen entwickelt haben. Zum einen schießen Wilderer Tiere zum Spaß, ohne sie danach verwerten zu wollen. Dabei wird von Sport- und Jagdwaffen, bis Armbrust und Bogen alles genutzt, was tötet. Zum anderen wird gezielt Jagd auf Trophäen speziell von Hirschen und Muffel gemacht. Sie erzielen im Ausland auf dem Schwarzmarkt schnell um die 3000€. Die dritte Form stellt das illegale Erbeuten des Wilds dar, das entweder zum Eigengebrauch oder ebenfalls zum Verkauf bestimmt ist. In Deutschland sind beispielweise der Luchs, der Uhu oder der Adler auch durch Wilderer vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2014 wurden laut Bundeskriminalstatistik 911 Fälle von Jagdwilderei bekannt.

 

Hättest du es gewusst: Die Jagd nach Elfenbein und die Wilderei haben dazu beigetragen, Elefantenpopulationen in vielen Teilen Afrikas schwinden zu lassen.Insgesamt gibt es in ganz Afrika nur noch etwa 434 000 Exemplare. Im Jahr 2009 wurde geschätzt, dass jährlich 38.000 Afrikanische Elefanten für den Elfenbeinhandel gewildert werden.

 

  • Im Jahr 2014 wurden laut Bundeskriminalstatistik 911 Fälle von Jagdwilderei bekannt.
  • Ein häufiger Grund für illegale Jagd: Geld. Das Fleisch eines Hirsches kann bis zu 500 Euro pro Tier bringen.
  • Werden Wilderer in Deutschland erwischt, droht ihnen eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.
  • 5,5 Millionen legale Schusswaffen gibt es in Deutschland, verteilt auf 1,45 Millionen Besitzer.
  • Die Tellerfalle (auch Fangeisen, Fußeisen oder Tellereisen) ist eine aus Stahl gefertigte Falle zum Fang von Raubtieren. Die Verwendung von Tellerfallen zum Fang von Tieren ist in der EU seit 1995 verboten.

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