Auf Streife - Die Spezialisten
Di 13.09.2016, 18:00

Zugriff Hafenkante

Die Spezialisten stehen vor einem lang geplanten Zugriff im Hafen. Dabei soll ein Drogenboss beim Kokainhandel überführt werden. Doch plötzlich gerät eine Zivilistin mit ihrem Baby ins Geschehen. Die Situation eskaliert. - Eine junge Mutter wird in Begleitung ihres Mannes und ihres Sohnes in die Notaufnahme gebracht. Sie klagt über starke Übelkeit, Schwindel und Zittern. Sofort fallen die schlechten Zähne der Patientin auf. Ist eine Essstörung schuld an ihrem Zustand?

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Weiterführende Informationen zum Thema Bulimie

Die Bulimie (Bulimia nervosa) zählt zu den Essstörungen und wird umgangssprachlich auch als Ess-
Brech-Sucht bezeichnet. Typische Bulimie-Symptome sind das wiederholte Auftreten von Fressanfällen, bei denen die Betroffenen unkontrolliert große Mengen an Nahrung verschlingen, sowie die darauffolgenden Gegenmaßnahmen, insbesondere das anschließende, künstlich herbeigeführte Erbrechen. Die Verhaltensweisen von Menschen mit Bulimie wirken sehr widersprüchlich: Zum einen kontrollieren Betroffene ihr Essverhalten stark. Sie wählen aus, welche Nahrungsmittel sie essen, um möglichst wenig Kalorien zu sich zu nehmen. Sie halten oft Diät und lassen „normale“ Mahlzeiten aus. Immer wieder verlieren sie während ihrer Heißhungerattacken aber jegliche Kontrolle und verschlingen große Mengen sehr kalorienreicher Lebensmittel in kurzer Zeit. Sie erbrechen das Verzehrte in den meisten Fällen sofort im Anschluss an die Fressattacke. Dazu provozieren sie den Brechreiz mit dem Finger. Manche Patienten setzen auch Hilfsmittel ein, wie zum Beispiel Holzlöffel, die sie sich in den Hals stecken. Einige versuchen ihr Gewicht stattdessen oder zusätzlich auch durch Fasten oder extreme sportliche Aktivitäten in Schach zu halten.

• Die Ess-Brech-Sucht tritt vor allem bei Frauen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren auf, in zunehmender Zahl jedoch auch bei jungen Männern.
• Überwiegend sind Frauen aus westlichen Ländern betroffen, in denen das Nahrungsangebot üppig ist und gleichzeitig übertrieben schlanke und trainierte Körper in Werbung und Öffentlichkeit als Ideal gelten.
• Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung leiden in Deutschland zwischen 0,7
bis 1,3 % der Bürger an Bulimie.
• Rund 3 % der weiblichen Bevölkerung in Deutschland leiden unter Bulimie, der sogenannten Ess-Brech-Sucht. Die Betroffenen werden von heftigen Essattacken geplagt und zwingen sich anschließend, das Gegessene zu erbrechen. Die Folge: Mit der Zeit kommt es zu zahlreichen gesundheitlichen Schäden – auch die Zähne sind häufig betroffen.
• Normalerweise gelangen Säuren durch Lebensmittel oder Getränke wie Fruchtsäfte, Cola oder Essig in die Mundhöhle. Nach der Mahlzeit wird der Säureangriff auf die Zähne durch den Speichel langsam wieder ausgeglichen, indem er den Zähnen die verlorenen Mineralien zurückgibt. Nach einem starken Säurekontakt, wie beim Erbrechen, dauert dieser Vorgang länger.

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