Auf Streife - Die Spezialisten
Mi 31.08.2016, 18:00

Zwei hinreißend verdorbene Flaschen

Dramatische Szenen bei einer Party am Badesee: Eine benommene Frau ist ins Wasser gestürzt. Sie muss gerettet und wiederbelebt werden. Zusätzlich entdecken die Spezialisten Würge-Male am Hals des Opfers. Ist von einer kaltblütigen Tat auszugehen? - Ein verzweifeltes Ehepaar bringt seine verletzte Tochter in die Notaufnahme, nachdem sie auf einem Spielplatz vom Gerüst gefallen ist. Die Verletzungen des Mädchens stellen sich als harmlos heraus.

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Weiterführende Informationen zum Thema Epiduralblutung

Bei einem traumatischen Ereignis kann es auch ohne nach außen sichtbare Zeichen zu einer gefährlichen Hirnblutung (intrakranielle Blutung) kommen, die nur durch bildgebende Diagnostik (CCT) zuverlässig zu erkennen ist. Man unterscheidet folgende Gehirnblutungen: Epiduralblutung, Subduralblutung, Intrazerebrale Blutung. Epiduralblutungen entstehen nach Gewalteinwirkung bei einer Blutung einer Hirnhautarterie, meistens im Bereich des Schläfenlappens. Die Blutung breitet sich zwischen harter Hirnhaut (Dura mater) und Schädelknochen aus. Der durch die zunehmende Blutmenge sich entwickelnde Druck auf das Gehirn verursacht einen lebensbedrohlichen Zustand, der rasch erkannt und behoben werden muss. Charakteristisches Symptom einer Epiduralblutung ist das beschwerdefreie Intervall. Nach dem Trauma ist der Betroffene zunächst bewusstlos, wirkt dann für kurze Zeit (2 Minuten bis 10 Stunden) beschwerdefrei und trübt anschließend wieder ein bis zum Koma, das rasch in einen Atemstillstand münden kann. Weitere Anzeichen sind eine Pupillendifferenz und eine Halbseitenlähmung.

Hättest du es gewusst: Nach einem Sturz von einer Treppe oder Leiter usw. kann es zu einer Gehirnblutung kommen und dies auch ohne äußerliche Verletzungen am Kopf. Eine Gehirnblutung nach einem Sturz, zum Beispiel beim Sport, kann jederzeit auftreten.

• Die Inzidenz (die Häufigkeit von Neuerkrankungen) der Hirnblutung in Deutschland liegt zwischen 10 und 12/100.000 Einwohner.
• Mehr als jeder zweite Radunfall von Erwachsenen, der eine Verletzung nach sich zieht, passiert mit einem Mountainbike (50,1 %). Rund ein Drittel der Patienten nach Radunfällen war auf einem Citybike (29,3 %) unterwegs. Relativ sicher dagegen scheinen Rennräder, die sich mit nicht einmal 9,4 % in dieser Statistik niederschlagen.
• Die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) für ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma beträgt ca. 200 - 250 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr (in Deutschland).
• In den meisten Fällen bleibt eine Gehirnerschütterung folgenlos. Voraussetzung dafür ist aber, dass sich der Betroffene schont (in den ersten Tagen ist Bettruhe erforderlich).
• Zu den länger anhaltenden Beschwerden zählen Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit.
• Mittels Computertomografie (CT) des Kopfes lässt sich eine Hirnblutung unmittelbar nach ihrem Auftreten erkennen: Der Arzt sieht das ausgetretene Blut als ""hellen Fleck"" und kann die genaue Lage und das Ausmaß der Hirnblutung feststellen.
• 2014 sind auf Deutschlands Straßen 396 Fahrradfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen.
• 2014 wurden außerdem 77.900 Fahrradfahrer verletzt, davon 14.500 schwer.
• Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der tödlich verunglückten Radler um 42, die der Verletzten um etwa 6.000.
• Insgesamt sind 2014 ungefähr 85.000 Fahrradfahrer in Verkehrsunfälle verwickelt gewesen.

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