Auf Streife
Mi 12.10.2016, 14:00

Am Abgrund

Eine 38-Jährige steht angetrunken an der Supermarktkasse und möchte zwei Flaschen teuren Whisky kaufen. Doch ihre Geldbörse enthält weder Bargeld noch Karten, um den Einkauf zu zahlen. In einem Kaufhaus wird eine halbe Stunde nach Ladenschluss der stumme Alarm ausgelöst. Als die Polizisten eintreffen, finden sie nirgendwo Einbruchspuren.

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Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) schätzt, dass es in Deutschland etwa 1,77 Millionen alkoholkranke und 1,5 Millionen medikamentenabhängige Menschen gibt. Zudem sind rund 381.000 Menschen von sogenannten illegalen Drogen abhängig. Das führt dazu, dass schätzungsweise 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aktuell mit alkoholkranken Eltern zusammenleben. Hinzu kommen noch ca. 40.000 bis 60.000 Kinder drogenabhängiger Eltern.

Erschreckende Zahlen, wenn man zudem bedenkt, dass sich Alkoholismus und Drogenabhängigkeit laut wissenschaftlichen Beweisen aufgrund von erblichen Faktoren und dem familiären Umfeld, in Familien oftmals wiederholen. So sind Kinder suchtkranker Eltern statistisch gesehen einem weitaus höherem Risiko ausgesetzt ebenfalls suchtkrank zu werden als andere Kinder. Forschungen haben zudem ergeben, dass Töchter aus alkoholbelasteten Familien deutlich häufiger selbst wieder einen Alkoholiker heiraten.

Hättest du es gewusst?

Laut Schätzungen leiden in Deutschland pro Jahr etwa 10.000 Neugeborene an den gesundheitlichen Folgen des Alkoholkonsums ihrer Mütter während der Schwangerschaft. Chronischer Alkoholmissbrauch der Mutter kann eine vorgeburtliche Wachstumsverzögerung, Hirnschäden und Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen.

 

  • Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) schätzt, dass es in Deutschland etwa 1,77 Millionen alkoholkranke und 1,5 Millionen medikamentenabhängige Menschen gibt.
  • Rund 381.000 Menschen sind von sogenannten illegalen Drogen abhängig.
  • Schätzungsweise 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leben aktuell mit alkoholkranken Eltern zusammen.
  • Hinzu kommen ca. 40.000 bis 60.000 Kinder drogenabhängiger Eltern.
  • Laut wissenschaftlichen Beweisen wiederholen sich Alkoholismus und Drogenabhängigkeit aufgrund von erblichen Faktoren und dem familiären Umfeld, in Familien oftmals
  • Kinder suchtkranker Eltern sind statistisch gesehen einem weitaus höherem Risiko ausgesetzt ebenfalls suchtkrank zu werden als andere Kinder.

Forschungen haben ergeben, dass Töchter aus alkoholbelasteten Familien deutlich häufiger selbst wieder einen Alkoholiker heiraten.

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