Auf Streife
Sa 06.02.2016, 11:45

Arachnophobia

Vorschau: Arachnophobia

Ein lautstarker Ehestreit am Busbahnhof wird von den Polizisten unterbrochen. Offenbar ist der Auslöser ein Koffer mit krabbelndem Inhalt. - Ein 14-Jähriger wird von den Polizisten am Arbeiterstrich aufgegabelt. Er gibt an, dass er das Geld für die Kur seiner Mutter benötigt. Wer ist der Initiator der Idee? - Ein 63-Jähriger bringt ein Souvenir aus dem Urlaub mit: Eine Pistole. Das missfällt seiner Tochter, die gelegentlich ihren Sohn in seine Obhut gibt.

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Als Schwarzarbeitsstrich oder auch Tagelöhnermarkt wird ein Straßenabschnitt genannt, an dem arbeitswillige Menschen, oftmals Armutseinwanderer, darauf warten, für die Dauer eines oder weniger Tage, gegen Entgelt, illegal beschäftigt zu werden. In wenigen deutschen Städten ist die Existenz eines solchen Arbeiterstrichs bekannt. Neben München, Hamburg, Dortmund, Duisburg und Frankfurt ist insbesondere ein Abschnitt der Venloer Straße im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ins Visier der Zollfahnder geraten. Die ungelernten Hilfskräfte, meist männlich und bulgarischer oder rumänischer Abstammung, die an dem Straßenabschnitt stehen, verkaufen sich an den nächstbesten Auftraggeber - in der Hoffnung auf ein paar Euro. Stundenlöhne zwischen 2,50 Euro und 5 Euro sind dabei keine Seltenheit. Meist sind die Auftraggeber selbständige Handwerker oder Baufirmen. Ihnen drohen für die illegale Beschäftigung der Arbeiter Geldstrafen bis zu 300.000 Euro und mehrjährige Freiheitsstrafen.

Hättest du es gewusst? Der deutsche Zoll leitete allein 2014, mehr als 100.000 Verfahren wegen Schwarzarbeit ein, der dadurch entstandene Schaden summiert sich fast auf 800 Millionen Euro. Die Dunkelziffer liegt jedoch um ein vielfaches höher

  • Als Schwarzarbeitsstrich oder auch Tagelöhnermarkt wird ein Straßenabschnitt genannt, an dem oftmals Armutseinwanderer, darauf warten, illegal beschäftigt zu werden.
  • Die ungelernten Hilfskräfte sind meist männlich und bulgarischer oder rumänischer Abstammung.
  • Stundenlöhne zwischen 2,50 Euro und 5 Euro sind keine Seltenheit.
  • Den Auftraggebern drohen für die illegale Beschäftigung der Arbeiter Geldstrafen bis zu 300.000 Euro und mehrjährige Freiheitsstrafen.

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