Auf Streife
So 11.09.2016, 11:05

Ausgeliefert

Der Besitzer eines Sushi-Lieferservice ruft die Polizei, weil sein neuer Fahrer bei der letzten Bestellung ausgeraubt wurde. Zunächst ist die Aussage des Bestohlenen glaubwürdig, doch dann wendet sich das Blatt gegen ihn. Und: Mitten in der Nacht werden die Beamten in eine Wohnsiedlung gerufen. Anwohner hatten sich über starke Lärmbelästigung beschwert. Was ist der Grund für die nächtliche Ruhestörung?

Weiterführende Informationen zum Thema Privatinsolvenz

6,6 Millionen Bundesbürgern ist ihre finanzielle Situation entglitten, sie gelten als überschuldet. Zwei Drittel der Betroffenen sind Männer. Bei vielen ist Krankheit, Trennung, ein Unfall oder das Scheitern der Selbstständigkeit für das finanzielle Desaster Auslöser. Meist müssen Schulden bedient werden, die in besseren Zeiten aufgenommen wurden. Viele zögern aus Scham sich Hilfe zu holen. Aber je eher man sich zu seinen finanziellen Problemen bekennt, umso besser. Professionelle und in der Regel kostenlose Hilfe finden Ratsuchende bei Schuldnerberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände, Kommunen oder Verbraucherzentralen.

Wer einen Rechtsanwalt braucht, sollte beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen. Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit einem Schuldenberater ist absolute Offenheit. Nur wenn der Schuldnerberater Einkommen, Ausgaben und auch die private Situation genau kennt, kann er helfen. Der Andrang bei den Schuldnerberatungsstellen ist groß, deswegen muss man mit langen Wartezeiten rechnen. Anbieter, die eine schnelle Lösung für Schuldenprobleme versprechen, sind häufig unseriös. Deshalb gilt: Finger weg von vermeintlich einfachen Lösungen aus der Schuldenfalle.

Hättest du es gewusst? Bürger, die eine Privatinsolvenz durchführen müssen, sollen schneller als bisher die Chance zum Neustart erhalten. Bald können sich die Betroffenen schon nach drei Jahren statt wie bisher nach sechs Jahren von ihren Restschulden befreien lassen - vorausgesetzt, dass sie mindestens 35 % der Schulden sowie die Verfahrenskosten bezahlt haben. Das Gesetz dazu soll am 1. Juli 2014 in Kraft treten.

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