Auf Streife
Sa 17.09.2016, 14:05

Blindenführhund gestohlen

An einer Bushaltestelle wird einem Mann sein Blindenführhund gestohlen. Er vermutet zwei oder drei junge Männer hinter der Tat. Glücklicherweise ist das Tier mit einem GPS-Sender ausgestattet. Werden die Polizisten den Hund finden? Im Anschluss hat ein angetrunkenes Ehepaar Sex im Bett eines Möbelhauses. Die empörte Chefin fordert Schadensersatz für das versaute Ausstellungsstück. Als das Paar dafür nicht aufkommen möchte, ruft sie die Polizei hinzu.

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Laut Weltgesundheitsorganisation muss von 1,2 Millionen blinden und sehbehinderten Deutschen ausgegangen werden. Nur etwa 1−2 % der Blinden in Deutschland besitzen einen Blindenführhund. Der Blindenführhund „im Dienst“ ist an seinem weißen Führgeschirr erkennbar. Dies ist ein Verkehrsschutzzeichen, das alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksicht verpflichtet. In Deutschland gilt der Blindenführhund als Hilfsmittel im Sinne des Krankenversicherungsrechts und die Kosten werden bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen. Die Ausbilder bevorzugen bestimmte Rassen, wie Schäferhunde, Golden Retriever oder Labradore. Wenn der Hund ein Jahr alt ist, beginnt seine sechs bis acht Monate dauernde Ausbildung. Insgesamt lernt der Hund in seiner Ausbildung etwa 30 bis 40 Hörzeichen. Dazu zählen "rechts" und "links", "Such Zebra", das heißt, der Hund muss den Zebrastreifen suchen, oder "Such Box", also "such den Briefkasten".

Hättest du es gewusst? Dass Blindenhunde die Farbe des Ampelmännchens erkennen können, ist ein Gerücht. Der Blindenhund lernt zwar während seiner Ausbildung das Hörzeichen "Such Ampel" und springt an der Ampel hoch, sobald er sie gefunden hat, doch wann die Ampel grün wird, kann der Hund nicht erkennen. Das muss der Blinde über das Piepen feststellen, aus dem Verkehrslärm schließen oder aber andere Passanten fragen.

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