Auf Streife
So 27.12.2015, 08:35

Blutrache

Vorschau: Blutrache

Die Polizisten müssen eine Schlägerei vor einem Jugendzentrum beenden. Dort haben zwei ältere Teenager einen 14-Jährigen krankenhausreif geprügelt. Während das schwerverletze Opfer in die Uniklinik gebracht wird, versuchen die Beamten der Sache auf den Grund zu gehen. Wenig später rettet ein Autofahrer seinen Sohn und seine Frau in letzter Sekunde aus einem brennenden Auto, bevor dieses vollständig in Flammen aufgeht. Wie konnte es zu dem Brand kommen?

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Im Jahr 2013 wurden 23.868 tatverdächtige Jugendliche wegen Gewaltkriminalität polizeilich erfasst. Nur 4.075 dieser Straftaten wurden von weiblichen Tatverdächtigen verübt. Gewalt ist vor allem für männliche Jugendliche oft ein Teil ihrer Entwicklung. Die Jugendlichen wollen sich durch ihr Verhalten von vorgeschriebenen Normen und Regeln abwenden. Ein Risikofaktor für Gewaltkriminalität unter Jugendlichen ist auch das Elternhaus. Werden dort Konflikte mit Gewalt ausgetragen oder die Kinder gar selbst mit körperlichen Übergriffen bestraft, verstärkt sich die Bereitschaft der Jugendlichen zur Gewalt. Aggressive Jugendliche haben meist eine geringe Schulbildung und nicht so glänzende Noten. Erfolglosigkeit in der Schule drückt aufs Selbstbewusstsein, was die Bereitschaft zur Gewalt verstärkt. 

Hättest du es gewusst? Nach einer  aktuellen Studie gehören 6 % bis 8 % der Jugendlichen zu den Intensivtätern. Sie begehen die Hälfte aller Taten und Dreiviertel aller Gewaltdelikte. Diese für Großstädte repräsentative Studie, die Kriminologen der Universitäten Münster und Bielefeld durchgeführt haben, klärt aber auch das Vorurteil auf, dass aus den jugendlichen Intensivtätern später schwerkriminelle Erwachsene werden. Spätestens zum Ende der Jugendzeit gingen die Delikte auch in dieser Gruppe zurück. Grundlage dafür sind allerdings stabile soziale Bindungen, ein Job oder eine Ausbildung.

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