Auf Streife
So 20.12.2015, 09:10

Bremsbereit bleiben!

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Ein Autofahrer, dessen Windschutzscheibe gerade von einem Stein getroffen wurde, ruft die Polizei. Als zwei Straßenarbeiter den Steinwerfer beschreiben, reagiert der Geschädigte geschockt: Ist der Täter etwa der 13-jährige Sohn seiner Geliebten? Danach bemerkt ein Mann nachts eine herumschleichende Gestalt in seinem Garten. Tatsächlich finden die Polizisten einen 16-Jährigen der behauptet, ein Schüler der Hausdame und mit dieser im Garten verabredet zu sein ...

Weiterführende Informationen zum Thema sexueller Missbrauch:

Nach § 174 Strafgesetzbuch stehen auf sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen unter 18 Jahren bis zu fünf Jahre Haft. Einvernehmliche sexuelle Kontakte zwischen Lehrern und Schülern sind durch dieses Gesetz  jedoch nicht eindeutig geregelt. Grundsätzlich gilt in Deutschland folgendes abgestuftes System, das die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen schützen soll: Sexuelle Handlungen an Kindern unter 14 Jahren sind ausnahmslos verboten und strafbar. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 16 ist einvernehmlicher Sex dann strafbar, wenn der Täter älter als 21 ist und die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt. Bei Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren geht man grundsätzlich davon aus, dass sie eigenverantwortlich über sexuelle Kontakte entscheiden können, deshalb sind sexuelle Handlungen in dem Alter nur dann verboten, wenn der Täter eine Zwangslage ausnutzt. Sexuelle Beziehungen von Lehrern zu Schülern stehen also dann unter Strafe, wenn der Schüler oder die Schülerin in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Pädagogen steht, also beispielsweise von dem Lehrer benotet wird, nicht jedoch, wenn die beiden lediglich die gleiche Schule besuchen bzw. dort unterrichten. Diese Regelung greift in dem Fall auch, wenn der Schüler bereits volljährig ist.

Hättest Du es gewusst? Rheinland-Pfalz hat seit Beginn des Jahres 2013 sexuelle Beziehungen von Lehrern zu Schülern grundsätzlich verboten, auch wenn der Pädagoge den Schüler nicht unterrichtet. Das Bundesland befand, dass sexuelle Beziehungen zu Schülerinnen und Schülern mit dem staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag unvereinbar sind. 

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