Auf Streife
So 21.08.2016, 12:10

Das Kopftuch

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Ein Mann ruft die Polizei, weil er von seinem Nachbarn angegriffen wurde, nachdem er diesem zuvor gebeichtet hatte, eine Affäre mit seiner mittlerweile verstorbenen Ehefrau gehabt zu haben. Als die Beamten den Betrogenen zur Rede stellen wollen, will dieser sich das Leben nehmen. Kann der Mann zur Besinnung gebracht werden? Später ruft der Vater einer türkischstämmigen Schülerin die Polizei, weil seine Tochter von einer Klassenkameradin die Treppe hinunter gestoßen wurde.

Weiterführende Informationen zum Thema Muslima:

In Deutschland leben etwa 4 Millionen Muslime mit Migrationshintergrund und machen somit rund 5% der deutschen Bevölkerung aus. Inwieweit die Integration der Glaubensgruppe erfolgreich ist, lässt sich nicht bemessen. Fest steht jedoch, dass Integration nicht ausschließlich seitens der Zuwanderer scheitert. Besonders muslimische Mädchen und Frauen kämpfen in Deutschland oft gegen Vorurteile. Obwohl sich nur 30% der muslimischen Frauen für ein Kopftuch entscheiden, steht die Kopfbedeckung in Integrationsdebatten häufig stellvertretend für ein vermeintliches politisches Konzept, das für die Unterdrückung der Frauen steht. Dass gerade gut integrierte und  ausgebildete Muslima, die auf eigenen Beinen stehen, aufgrund ihres Kopftuchs keine Anstellung bekommen, ist bewiesen. 35% der Unternehmen und Ausbildungsbetriebe in Deutschland geben an, keine Mitarbeiterinnen mit Kopftüchern in ihrem Betrieb zu dulden. Sogar auf Bundesländerebene werden muslimische Lehrerinnen vom Schuldienst ausgeschlossen, wenn sie nicht auf ihr Kopftuch verzichten wollen: Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Saarland führten ein Kopftuchverbot für ihre Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen ein.

Hättest du es gewusst? Integration geht jeden etwas an. Jedes Bundesland informiert interessierte Bürger und unterstützt Migranten bei Problemen und Fragen zu Einbürgerung, Arbeit und Schule. Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen berät im Netz unter www.integration.nrw.de .

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