Auf Streife
Sa 05.12.2015, 10:15

Der 700 € Überfall

Vorschau: Der 700 Euro Überfall

Zwei junge Frauen berauben eine junge Mutter und bedrohen sogar ihr Baby. Allerdings kann eine Zeugin die Täterinnen beschreiben, so dass die Beamten ihnen auf die Spur kommen. Werden sie die flüchtigen Diebinnen fassen? Im Anschluss behaupten zwei Baumfäller, dass sie wegen des Sägelärms von einem Irren mit einer Pistole bedroht wurden. Stimmen die Aussagen, oder handelt es sich um ein Missverständnis?

Mehr zum Thema Zeugen:

Wer eine Straftat beobachtet hat, sollte sich unbedingt der Polizei als Zeuge zur Verfügung stellen. Wenn die Tat dann vor dem Richter verhandelt werden soll, kann es sein, dass man als Zeuge geladen wird. Aber welche Rechte und Pflichten hat ein vom Gericht geladener Zeuge? Wer als Zeuge vor Gericht aussagen soll, ist gesetzlich verpflichtet zu erscheinen. Auch wenn schon vor der Polizei oder der Staatsanwaltschaft eine Aussage gemacht wurde, besteht diese Pflicht, denn der Richter muss sich ein eigenes Bild vom Tathergang machen können. Nur wer triftige Gründe für sein Nichterscheinen vorlegen kann, kann sich für die Verhandlung entschuldigen, dies muss man als Zeuge dem Gericht aber rechtzeitig mitteilen. Bei der Aussage ist der Zeuge zur Wahrheit verpflichtet. Er kann auch vereidigt werden. Die Aussage kann nur verweigert werden, wenn der Zeuge mit dem Täter verwandt, verlobt, verheiratet oder verschwägert ist oder sich selbst oder einen Angehörigen durch die Aussage belastet. Zeuge kann jeder werden, der etwas wahrgenommen hat, was in dem gerichtlichen Verfahren von Bedeutung sein könnte. Auch Kinder und Geisteskranke können als Zeugen berufen werden. Auslagen wie Verdienstausfall, Fahrkosten und andere nötige Mehraufwendungen werden dem Zeugen erstattet.

Hättest du es gewusst? Im sogenannten NSU-Prozess, der seit Mai 2013 in München verhandelt wird, hat die Bundesanwaltschaft vor Prozessbeginn 606 Zeugen und 22 Sachverständige benannt.

  • Zeugen vor Gericht sind zur Wahrheit verpflichtet.
  • Auch Kinder können vor Gericht Zeugen sein.
  • Zeugen werden notwendige finanzielle Auslagen erstattet.
  • Im NSU-Prozess wurden über 600 Zeugen benannt. 

Kommentare

Werde Fan auf Facebook