Auf Streife
Mi 28.09.2016, 14:00

Der Drahtzieher

Ein Verkehrsunfall mit Personenschaden ereignet sich auf einer Landstraße. Angeblich ist ein Wildschwein vor ein Fahrzeug gelaufen, wodurch ein Auffahrunfall entstand. Doch von dem Wildschwein fehlt jede Spur. - Auf einem See treibt ein Achtjähriger unkontrolliert in einem Kanu umher. Angeblich ist die ganze Familie zum Campen an den See gefahren, doch von den anderen Familienmitgliedern ist nichts zu sehen. - Die Beamten werden zu einem Einbruch bei einem Juwelier gerufen.

Video zur Episode

Mehr zum Thema unterlassene Hilfeleistung

Wer Zeuge eines Unfalls wird, ist hierzulande verpflichtet Erste Hilfe zu leisten. Ausnahmen dieser Pflicht bestehen lediglich in Fällen der Unzumutbarkeit, wenn zum Beispiel einem Ertrinkenden geholfen werden muss, der Helfer jedoch nicht schwimmen kann. Dennoch wurden 2015 Deutschlandweit satte 1.722 Fälle von unterlassener Hilfeleistung polizeilich erfasst. Viele scheinen aus Angst etwas falsch zu machen, davor zurückzuschrecken bei Verletzten Erste Hilfe zu leisten. Dabei ist diese Angst relativ unbegründet, denn derjenige, der nach bestem Wissen und Gewissen Erste Hilfe leistet, hat auch bei falschen Maßnahmen nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Unterlassene Hilfeleistung hingegen wird nach § 323c Strafgesetzbuch vom deutschen Gesetzgeber mit Geld- oder sogar Haftstrafe bis zu einem Jahr geahndet.
Hättest du es gewusst? Wer statt zu helfen sogar das Handy zückt, um die dramatischen Szenen eines Unfalls auf Bild festzuhalten begeht eine weitere Straftat, die mit Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe sanktioniert werden kann. Da durch die Anfertigung solcher Aufnahmen, nach § 201a des StGB „die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau gestellt“ wird.
• Wer Zeuge eines Unfalls wird, ist hierzulande verpflichtet Erste Hilfe zu leisten.
• Ausnahmen dieser Pflicht bestehen lediglich in Fällen der Unzumutbarkeit.
• Dennoch wurden 2015 Deutschlandweit satte 1.722 Fälle von unterlassener Hilfeleistung polizeilich erfasst.
• Viele schrecken aus Angst etwas falsch zu machen, davor zurück bei Verletzten Erste Hilfe zu leisten.
• Derjenige, der nach bestem Wissen und Gewissen Erste Hilfe leistet, hat auch bei falschen Maßnahmen nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
• Unterlassene Hilfeleistung wird nach § 323c Strafgesetzbuch vom deutschen Gesetzgeber mit Geld- oder Haftstrafe bis zu einem Jahr geahndet.

Mehr Episoden im Episodenguide

Kommentare

Werde Fan auf Facebook