Auf Streife
So 18.09.2016, 10:25

Der entführte Bräutigam

Vorschau: Der entführte Bäutigam

Eine Frau meldet der Polizei, dass ihr Verlobter auf offener Straße von drei Männern entführt worden ist. Eine Videoaufnahme zeigt die dramatischen Sekunden. Kann das Opfer unversehrt befreit werden? Wenig später will ein 13-Jähriger seine Freundin besuchen, wird aber an der Haustür von deren Vater bedroht. Auch den Polizisten gegenüber verhält sich der Mann aggressiv und respektlos. Als plötzlich Schreie aus der Wohnung dringen, gibt es für die Beamten kein Halten mehr.

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In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder mit suchtkranken Eltern zusammen. Diese Kinder bilden die größte bekannte Sucht-Risikogruppe. Etwa ein Drittel dieser Kinder wird im Erwachsenenalter stofflich abhängig. Ein Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen. Das letzte Drittel allerdings kommt ohne sichtbare Schädigungen davon, sie scheinen seelisch besonders widerstandsfähig zu sein. Diese Fähigkeit, unbeschadet aus Krisen herauszukommen, nennt man seelische Resilienz. Wissenschaftler haben beobachtet, dass resiliente Kinder im Säuglingsalter anpassungsfähiger, kontaktfreudiger, emotional ausgeglichener und fröhlicher waren als andere Kinder. Im höheren Alter wirkten sie handlungsorientierter und verantwortungsvoller. Resiliente Menschen haben den Willen, ihr Leben zu gestalten und glauben daran, dass dies möglich ist. Resilienz ist lernbar. Experten raten, dass man Kinder stärken kann, wenn man sie für das lobt, was sie leisten, und nicht für ihre Eigenschaften. So lernen Kinder Vertrauen in ihre Kompetenz zu entwickeln. Ein Kind sollte außerdem wissen, dass es immer verschiedene Sichtweisen auf eine Situation gibt. Um die seelische Widerstandskraft zu stärken, sollten Kinder auch lernen, eigene Freundschaften einzugehen und zu pflegen.

Hättest du es gewusst? Ein prominentes Beispiel für ein Kind mit seelischer Resilienz ist der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. Clintons leiblicher Vater starb vor seiner Geburt, seine ersten Lebensjahre verbrachte er bei den Großeltern. Als er vier war, zog er mit seiner Mutter zu seinem Stiefvater Roger Clinton. In seiner Autobiografie schrieb Bill Clinton, sein Stiefvater sei Spieler und Alkoholiker gewesen und habe seine Mutter regelmäßig misshandelt.

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