Auf Streife
So 06.11.2016, 10:10

Der Falschparker

Eine Frau ruft die Polizei, weil ihre kleine Tochter in der Zeit, in der sie einkaufen war, versehentlich einem Einbrecher Zutritt zur Wohnung ermöglicht hat. Dieser konnte dadurch ungehindert Handy und Schmuck entwenden. Während die Beamten den Tathergang rekonstruieren, wird ein paar Häuser weiter ebenfalls ein Einbrecher überwältigt. Ist es derselbe Täter? Danach müssen die Polizisten einen Falschparker abschleppen lassen, der auf dem Parkplatz eines Rollstuhlfahrers steht.

Weiterführende Informationen zum Thema Parkverbot:

Gerade in Großstädten kennen genervte Autofahrer das Problem: Parkplatzmangel! Die letzten verbleibenden freien Parkbuchten sind häufig als Behindertenparkplätze markiert. Doch nicht alle Menschen mit Handicap dürfen diese Plätze nutzen. Ein Schwerbehindertenausweis allein berechtigt noch nicht zum Parken auf Behindertenparkplätzen, sie sind Schwerbehinderten vorbehalten, die im Besitz eines blauen Parkausweises sind, für den eine Ausnahmegenehmigung benötigt wird. Dieser Parkausweis ist ein "Parkausweis für Personen mit Behinderungen in der Europäischen Union", den Menschen erhalten, die außergewöhnlich gehbehindert oder blind sind. Voraussetzung für die Ausstellung eines Parkausweises ist natürlich nicht, dass die  eingeschränkte Person selbst fahren können muss. Auch Eltern behinderter Kinder oder Angehörige blinder Personen bekommen diesen Ausweis. Der Ausweis ist außerdem nicht fahrzeuggebunden.

Hättest du es gewusst? Wer ohne Erlaubnis auf einem Behindertenparkplatz parkt, kann umgehend abgeschleppt werden. Die Kosten für den Abtransport hat der Falschparker zu tragen. Zum Kostenfaktor kommt die moralische Komponente: Durch das Falschparken auf einem Behindertenparkplatz wird eine schwerbehinderte Person an der Nutzung des Behindertenparkplatzes gehindert. Deshalb gilt für alle nicht berechtigte Kfz-Fahrer: Bitte die Parkplätze unbedingt freihalten!

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