Auf Streife
So 04.09.2016, 11:15

Der verprügelte Pfandsammler

Ein Zeuge beobachtet, wie ein Obdachloser von zwei Männern verprügelt wird. Als die Beamten eintreffen, sind die Täter verschwunden. Noch vor Ort erreicht sie aber ein Funkspruch, der sie doch noch zu den Tätern führen könnte ... Später meldet ein Mann der Polizei eine nächtliche Ruhestörung durch Geschrei in der Nachbarwohnung. Er vermutet häusliche Gewalt. Tatsächlich hat die hochschwangere Nachbarin ein Veilchen, behauptet jedoch, dass alles in Ordnung sei ...

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Als Wohnungslos galten 2012 in Deutschland 284.000 Menschen. Das sind zum großen Teil Menschen, die in Heimen, Anstalten, Notübernachtungen, Asylen, Frauenhäusern, Aussiedler- und Asylbewerberunterkünften leben, sowie Personen, die bei Verwandten, Freunden und Bekannten vorübergehend untergekommen sind. Obdachlosigkeit ist kein unausweichliches Schicksal. Die Kommunen sind verpflichtet, unfreiwillig Wohnungslose unterzubringen. Auch Menschen, die vom Verlust der bisherigen Unterkunft bedroht sind, oder eine menschenunwürdige Unterkunft bewohnen, gelten rechtlich als Obdachlose und haben einen Anspruch auf Unterbringung. Wirklich auf der Straße leben ca. 24.000 Menschen, dies sind überwiegend Männer, sehr viele sind von Alkoholismus betroffen oder anderweitig psychisch erkrankt. Die Zahl der auf der Straße lebenden Obdachlosen stieg in den letzten Jahren beständig an. Nordrhein-Westfalen ist bisher das einzige Bundesland, das die Zahl der Obdachlosen systematisch erfasst.

Hättest du es gewusst? Nichtsesshafte, die ohne feste Unterkunft von Ort zu Ort ziehen, haben keinen Anspruch auf Unterbringung durch die Kommunen. Dieser Anspruch entsteht aber dann, wenn sie sich um eine dauerhafte Unterkunft bemühen. Über die Sozialämter kannst du erfahren, wer in deiner Gemeinde der richtige Ansprechpartner ist, wenn du wegen Obdachlosigkeit Hilfe in Anspruch nehmen möchtest. 

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