Auf Streife
Mo 21.12.2015, 16:00

Ein tiefer Einschnitt

Vorschau: Ein tiefer Einschnitt

Eine besorgte Anwohnerin hört die qualvollen Hilfeschreie ihrer Nachbarin und ruft die Polizei. Als niemand den Beamten die Tür öffnet, verschaffen diese sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung. Gerade noch rechtzeitig. Später alarmiert eine Passantin die Polizei und das Jugendamt, weil eine junge Mutter seit über einer Woche mit ihren drei kleinen Kindern in einem Auto auf einem Parkplatz lebt. Wie wird sie ihre Familiensituation vor den Beamten erklären?

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Stalking ist erst seit 2007 strafbar, im Strafgesetzbuch heißt es "beharrliche Nachstellung". Im Jahr 2013 wurden 23.831 Fälle von Stalking in Deutschland polizeilich erfasst. Frauen sind wesentlich häufiger Opfer von Stalking als Männer. So werden in Deutschland Forschungen zufolge 17 % aller Frauen und 4 % aller Männer einmal im Leben Oper eines Stalkers. Etwa 80 % der Stalker sind nach einer bundesweiten Studie Männer. In 39% der Stalkingfälle soll es nach bundesweiten Studien zu Gewalttätigkeiten gekommen sein. Jede Form von Kontakt mit einem Stalker wird die Stalkinghandlungen eher steigern als beenden. Das Stalkingopfer sollte ein Tagebuch über die Belästigungen durch den Stalker führen. Auch das eigene Umfeld sollte über den Stalker informiert werden, da Stalker häufig versuchen, über den Bekanntenkreis des Opfers an Informationen zu kommen.

Hättest du es gewusst? Ein Stalker, der in die Geschichte einging war John W. Hinckley Jr..Er stalkte die US-Schauspielerin Jodie Foster. Um ihre Aufmerksamkeit zu erhaschen, feuerte er im März 1981 sechs Schüsse auf den damaligen US-Präsident Ronald Reagan ab. Reagan erlitt einen Lungendurchschuss. Hinchleys Tat war durch den Martin Scorsese Film „Taxi Driver“ inspiriert, in dem Jodie Foster eine 13-jährige Prostituierte spielte. 

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