Auf Streife
Fr 04.03.2016, 14:00

Fluchtartig aufgebrochen

Diebstahl und Einbruch, häusliche Gewalt, Ruhestörung, Schulschwänzer oder Na...

In einer Pension fällt der Betreiberin auf, dass der 36-jährige Gast, der soeben eingecheckt hat, ein gefahndeter Sträfling ist. Als die Beamten eintreffen, ist weder die 42-Jährige noch der entflohene Häftling zu sehen. Eine 52-jährige Schuldirektorin ruft die Polizei. Sie hat in dem Biolabor der Schule eine Cannabis-Plantage gefunden!

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Ausbrüche aus deutschen Gefängnissen sind sehr selten. Zwar befanden sich am 31. August 2015 insgesamt 61.906 Gefangene und Verwahrte in deutschen Justizvollzugsanstalten, die meisten davon mit 15.396 in Nordrhein-Westfalen, doch wie das Bundesamt für Justiz angibt, liegen die Ausbruchszahlen der vergangenen Jahre meist im einstelligen Bereich. 2012 waren es sechs, in den Jahren 2011 und 2010 jeweils acht Ausbrüche. Zum Vergleich, im Jahr 2000 sind noch 73 Insassen aus deutschen Justizvollzugsanstalten geflohen.

Interessanterweise steht die Flucht aus Gefängnissen in Deutschland zunächst einmal nicht unter Strafe. Begründet wird dies vom Gesetzgeber mit der Berücksichtigung des natürlichen Freiheitsdrangs des Menschen. Jedoch ist ein Ausbruch in der Regel nicht ohne strafbare Begleittaten zu bewerkstelligen. Diese sind beispielsweise Sachbeschädigung bei der Überwindung der Schutzvorrichtungen, Diebstahl von Anstaltskleidung bis hin zum Fälschen von Papieren.

 

Hättest du es gewusst? Der Deutsche Ausbrecherkönig Eckehard „Ekke“ Lehmann ist bereits elf Mal aus dem Gewahrsam geflohen und erhielt dafür sogar einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

  • Am 31. August 2015 befanden sich insgesamt 61.906 Gefangene und Verwahrte in deutschen Justizvollzugsanstalten, die meisten davon mit 15.396 in Nordrhein-Westfalen.
  • Wie das Bundesamt für Justiz angibt, liegen die Ausbruchszahlen der vergangenen Jahre meist im einstelligen Bereich.
  • 2012 waren es sechs, in den Jahren 2011 und 2010 jeweils acht Ausbrüche.
  • Im Jahr 2000 sind noch 73 Insassen aus deutschen Justizvollzugsanstalten geflohen.
  • Die Flucht aus Gefängnissen steht in Deutschland zunächst einmal nicht unter Strafe. Begründet wird dies vom Gesetzgeber mit der Berücksichtigung des natürlichen Freiheitsdrangs des Menschen.
  • Ein Ausbruch ist in der Regel nicht ohne strafbare Begleittaten zu bewerkstelligen. Diese sind beispielsweise Sachbeschädigung bei der Überwindung der Schutzvorrichtungen, Diebstahl von Anstaltskleidung bis hin zum Fälschen von Papieren.

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