Auf Streife
So 10.01.2016, 08:30

Kein Erbarmen für Kinderschänder

Vorschau: Kein Erbarmen für Kinderschänder

Die Polizisten werden auf einen Spielplatz gerufen, wo zwei Familienväter einen vorbestraften Kinderschänder im Würgegriff halten. Angeblich hat der Mann ihre spielenden Kinder beobachtet. Haben die beiden Männer richtig gehandelt? Im Anschluss müssen die Polizisten auf einem Flohmarkt zwei Verkäuferinnen trennen, die aufeinander einprügeln. Werden sie den Grund für die Auseinandersetzung herausfinden und die Frauen beruhigen?

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Ein Drittel aller erwachsenen Deutschen leidet an Depression, Angst, Sucht oder einer anderen psychischen Störung. Psychische Erkrankungen sind außerdem die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühberentungen. In den letzten 18 Jahren stieg der Anteil von Personen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gingen, von 14,5 % auf 41,9 %. Die durch psychische Krankheiten ausgelösten Krankheitstage haben sich in diesem Zeitraum verfünffacht. Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, gelten sie heute als zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibung bzw. Arbeitsunfähigkeit.

Psychische Erkrankungen beginnen meist schon in jungen Jahren. Einer Studie nach leiden 45 % der 18- bis 35-Jährigen in Deutschland mindestens einmal im Jahr unter einer kurzzeitigen oder andauernden Erkrankungsepisode. Die meisten psychischen Störungen beginnen bereits vor dem 18. Lebensjahr. Werden sie nicht möglichst früh behandelt, könnten sie die Lebensqualität der Betroffenen über Jahrzehnte deutlich einschränken. Bei mehr als einem Drittel von ihnen sei dann ein chronischer Verlauf mit vielfältigen Komplikationen die Folge.

Hättest du es gewusst? Etwa 1,2 Millionen Menschen werden jedes Jahr stationär in psychiatrischen Einrichtungen therapiert. Rund 200.000 Personen davon werden gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen – meist, weil sie sich selbst oder andere gefährden könnten. Bekanntester Fall einer gerichtlichen angeordneten Einweisung ist Gustl Mollath, er wurde bis 2013 insgesamt 7 Jahre in einer psychiatrischen Klinik festgehalten. Im Juli 2014 soll in einem Wiederaufnahmeverfahren endgültig über Gustl Mollaths Fall und seine Schuldfähigkeit entschieden werden. 

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