Auf Streife
Di 01.11.2016, 13:00

Komasaufen

Zwei Schülerinnen beobachten, wie zwei Teenager einen Siebenjährigen bis zur Bewusstlosigkeit mit Alkohol abfüllen und rufen die Polizei. Die ebenfalls stark alkoholisierten Täter können nach einem Fluchtversuch gestellt werden. Später müssen die Polizisten in einem Supermarkt eine Rentnerin und ihren Enkel von der Obsttheke entfernen, weil sich die beiden quer durch das Obst gegessen haben. Als der Filialleiter auf die Bezahlung der Ware besteht, bricht die Frau zusammen.

Weiterführende Informationen zum Thema Alkoholsucht:

Im Jahr 2012 wurden bundesweit 26.673 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren aufgrund einer Alkoholvergiftung stationär in einem Krankenhaus behandelt. 3.999 von ihnen waren weniger als 16 Jahre alt, also in einem Alter, in dem sie gesetzlich noch gar nicht befugt waren Alkohol zu kaufen oder zu konsumieren. Ab 16 Jahren ist in Deutschland der Konsum von Bier, Sekt und Wein erlaubt, erst ab 18 Jahren dürfen hochprozentige Spirituosen konsumiert werden. Alkohol ist ein Sedativ, das zu schweren Vergiftungen bis hin zu Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen kann. Er verlangsamt die Übermittlung von Reizen und beeinflusst das Auffassungsvermögen, indem das Gehirn betäubt und die Informationsübertragung der Nervenzellen gelähmt wird.

Weil das menschliche Gehirn erst mit etwa 25 Jahren ausgereift ist, ist der Konsum von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen besonders schwerwiegend, weil sich zerstörte Gehirnzellen nicht erholen können. Bereits drei Gramm Alkohol pro kg Körpergewicht können bei Kindern zu einer tödlichen Atemlähmung führen. Bei Verdacht auf eine Alkoholvergiftung sollten Kinder und Jugendliche daher immer umgehend in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden.

Hättest Du es gewusst? Etwa 20% aller Kinder in Deutschland wachsen in suchtbelasteten Familien auf. Das Erleben von elterlichem Alkoholmissbrauch in der Kindheit erhöht das Risiko selbst im Erwachsenenalter Alkoholprobleme zu entwickeln. Das Info-Telefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert Betroffene und Angehörige zum Thema Alkoholismus unter 0221/892031. 

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