Auf Streife
Mi 16.09.2015, 14:00

Mama ist ein Messie

Vorschau: Mama ist ein Messie

Eine 16-Jährige sitzt verstört und mit Blut verschmiert auf dem Bordstein, als die Polizei sie auffindet. Doch sie möchte partout nicht nach Hause gebracht werden. Was ist dort wohl vorgefallen? Ein Zwölfjähriger verteilt mehrere 100-Euro-Scheine an seine Mitschüler. Woher rührt seine Großzügigkeit? - Ein 16-Jähriger wird eigenhändig von seinem Stiefvater zuhause eingesperrt. Als die Polizei eintrifft, erzählt er ihnen von einer Strafe für vergessene Hausarbeit.

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Experten schätzen, dass allein in Deutschland etwa zwei Millionen Menschen an dem Messie-Syndrom leiden. Frauen scheinen etwas häufiger betroffen zu sein als Männer. Der Begriff Messie stammt vom englischen Wort „mess“ ab, was so viel heißt wie Durcheinander. Betroffene horten Dinge, die andere meist als unbrauchbar und unnütz ansehen würden. Nur eine kleine Minderheit der Betroffenen sammelt dabei Abfälle und Essensreste. Die Krankheit tritt quer durch alle Altersstufen und sozialen Schichten auf. Nach außen hin führen Messies meist ein normales Leben und wirken gepflegt. Auch im Beruf sind viele Betroffene erfolgreich. Was dem zwanghaften Sammeln zugrunde liegt, ist noch weitgehend unklar. Häufig wird es mit Bindungsstörungen erklärt, die sich in den ersten Lebensjahren durch mangelnde Zuwendung der Eltern entwickeln. Außerdem haben Messies überproportional oft traumatische Erlebnisse und Schicksalsschläge wie den Tod einer geliebten Person erlebt. Darüber hinaus tritt die Störung familiär gehäuft auf. Das spricht dafür, dass auch die Gene an der Entstehung beteiligt sein könnten.

Hättest du es gewusst? In Bremen endete das Leben eines am Messie-Syndrom erkrankten Rentners besonders tragisch. Entrümpler fanden seine Leiche unter 30 Tonnen Müll, die er im Laufe der Jahre angesammelt hatte.

  • Experten schätzen, dass allein in Deutschland etwa zwei Millionen Menschen an dem Messie-Syndrom leiden.
  • Frauen scheinen etwas häufiger vom Messie-Dasein betroffen zu sein als Männer.
  • Der Begriff Messie stammt vom englischen Wort „mess“ ab, was so viel heißt wie Durcheinander.
  • Betroffene horten Dinge, die andere meist als unbrauchbar und unnütz ansehen würden.
  • Die Krankheit tritt quer durch alle Altersstufen und sozialen Schichten auf.
  • Nach außen hin führen Messies meist ein normales Leben und wirken gepflegt. Auch im Beruf sind viele Betroffene erfolgreich.
  • Häufig wird das Messie-Syndrom mit Bindungsstörungen erklärt, die sich in den ersten Lebensjahren durch mangelnde Zuwendung der Eltern entwickeln.
  • Außerdem haben Messies überproportional oft traumatische Erlebnisse und Schicksalsschläge wie den Tod einer geliebten Person erlebt.
  • Darüber hinaus tritt die Störung familiär gehäuft auf. Das spricht dafür, dass auch die Gene an der Entstehung beteiligt sein könnten. 

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