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Do 25.02.2016, 14:00

Meine Schwester in Gefahr

Vorschau: Meine Schwester in Gefahr

In den Medien wird nach einer vermisst Neunjährigen gesucht. Kurz darauf meldet sich eine 67-Jährige bei der Polizei. Sie hat das Kind beim Nachbarn entdeckt. - Auf der Suche nach einem neuen Computer entdeckt eine Krankenschwester den ihr gestohlenen Laptop in den Online-Kleinanzeigen. Sie macht sich auf den Weg zum Dieb. - In einer Arztpraxis randaliert eine Rentnerin. Als die Dame sich vor der Polizei ausweisen soll, bemerkt sie, dass ihr die Geldbörse entwendet wurde.

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Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der meist Mütter ihre eigenen Kinder krank machen, verletzen und im schlimmsten Falle töten. Die Krankheit wurde 1977 vom britischen Kinderarzt Roy Meadow entdeckt und nach dem bereits bekannten Münchhausen-Syndrom, bei dem die Patienten allerdings nicht andere, sondern sich selbst verletzen und Krankheiten vortäuschen, als Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom benannt. Untersuchungen darüber, wie häufig dieses Phänomen der Kindesmisshandlung auftritt, gibt es nicht.

Studien gehen aber davon aus, dass mehr als 10 Prozent der Kinder, die unter einem Münchhausen-Stellvertreter Elternteil leiden, die ihnen zugefügten Torturen nicht überleben. Theorien über die Ursache der Erkrankung gibt es diverse. Eine Vermutung ist, dass es einen Zusammenhang mit Vernachlässigung oder sexuellem Missbrauch des Erkrankten in der eigenen Kindheit gibt und der Betroffene das eigene seelische Kranksein auf das Kind projiziert, um es von außen zu behandeln.

 

Hättest du es gewusst?

Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen war ein deutscher Adliger aus dem Kurfürstentum Braunscheig-Lüneburg, den es im 18. Jahrhundert tatsächlich gegeben hat. Er soll ein begnadeter Geschichtenerzähler gewesen sein. Diese wurden von diversen Autoren publiziert und brachten ihm mit weit über hundert Lügengeschichten den Namen „Lügenbaron“ ein.

 

  • Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der meist Mütter ihre eigenen Kinder krank machen, verletzen und im schlimmsten Falle töten.
  • Die Krankheit wurde 1977 vom britischen Kinderarzt Roy Meadow entdeckt und nach dem bereits bekannten Münchhausen-Syndrom, als Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom benannt.
  • Untersuchungen darüber, wie häufig dieses Phänomen der Kindesmisshandlung auftritt, gibt es nicht.
  • Studien gehen davon aus, dass mehr als 10 Prozent der Kinder, die unter einem Münchhausen-Stellvertreter Elternteil leiden, die ihnen zugefügten Torturen nicht überleben.
  • Eine Vermutung über die Ursache der Erkrankung ist, dass es einen Zusammenhang mit Vernachlässigung oder sexuellem Missbrauch des Erkrankten in der eigenen Kindheit gibt
  • Der Betroffene projiziert das eigene seelische Kranksein quasi auf das Kind, um es von außen zu behandeln.

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