Auf Streife
Sa 08.10.2016, 15:05

Mutmaßlicher Vergewaltiger gesucht

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Eine Studentin wird von einem Sexualstraftäter verfolgt und beinahe vergewaltigt. Die Beamten fahnden überall nach dem Mann. Kann ein Busfahrer weitere wichtige Hinweise liefern? - Ein panischer Familienvater meldet seinem Sohn, dass er aus Versehen seine Frau angeschossen hat. - Der Inhaber einer Spielothek ist sich sicher, dass einer seiner Einarmigen Banditen manipuliert wurde. Als die Beamten eintreffen, um den Sachverhalt zu klären, geraten sie in eine Schlägerei.

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Schon im alten Ägypten wurde mit Steckbriefen nach entflohenen Sklaven gesucht. Und auch Jesus von Nazareth wurde wohl zur Fahndung ausgeschrieben, immerhin soll ja ein Kopfgeld von 30 Silberlingen für seine Verhaftung gezahlt worden sein. Bis heute nutzt die Polizei Fahndungsplakate, um damit die Bevölkerung in die Suche nach Verbrechern und Flüchtigen einzubeziehen. Haben Opfer oder Zeugen eine unbekannte Person bei der Verübung einer schweren Straftat beobachtet, sind die Mitarbeiter der Einsatzgruppe "Visuelle Fahndungshilfen" gefragt. Diese Experten stehen für die Erstellung der für Fahndungszwecke benötigten Phantombilder zur Verfügung. In Nordrhein-Westfalen gibt es 5 Experten für diese Aufgabe. Als Arbeitsgrundlage dient den Beamten ein Bildbearbeitungsprogramm mit einer Datenbank von rund 4.500 Bildern.

Hättest du es gewusst? Die deutsche Polizei kann nicht willkürlich nach Tatverdächtigen mit öffentlichen Fahndungsaufrufen und Phantombildern suchen. Erst muss ein Haftbefehl oder ein Unterbringungsbefehl, der einen schuldunfähigen Täter in die Psychiatrie einweisen soll, vorliegen. Nur dann können flüchtige Straftäter zur Fahndung ausgeschrieben.

  • Schon aus alt-ägyptischer Zeit sind Steckbriefe überliefert.
  • Phantombilder von Straftätern werden von Beamten der Abteilung "Visuelle Fahndungshilfen“ des Landeskriminalamtes erstellt.
  • In Nordrhein-Westfalen sind 5 Mitarbeiter der Polizei mit dem Erstellen von Phantombildern beschäftigt.
  • Rechtliche Grundlage einer Öffentlichkeitsfahndung ist in Deutschland immer ein Haftbefehl oder ein Unterbringungsbefehl 

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