Auf Streife
Sa 03.12.2016, 15:00

Nachbarschaftsstreit

Eine Frau gewährte einer verängstigen Nachbarin Unterschlupf, die vor ihrem brutalen Ehemann floh, und geriet dadurch selbst in die Schusslinie des Schlägers. Sie ruft die Polizei, nachdem der Mann seine Frau gewaltsam verschleppt hat. Im Anschluss will eine Autofahrerin einen Förster anzeigen. Bei Baumfällarbeiten ist ein Baumstamm auf ihr Auto gekracht und hat sie und ihre Tochter fast erschlagen. Schuld sei der Förster, der angeblich keine Warnschilder aufgestellt hatte.

Weiterführende Informationen zum Thema Häusliche Gewalt:

Häusliche Gewalt hat viele Gesichter: Ob körperliche oder sexuelle Misshandlungen, Beschimpfungen oder Demütigungen, immer geht es den Tätern darum, Macht und Kontrolle über die Opfer auszuüben. Dabei übernehmen die Täter nie selbst die Verantwortung für ihr Handeln, sondern schieben die Schuld auf äußere Umstände, wie beispielsweise Arbeitslosigkeit oder Alkoholsucht, oder machen das Opfer selbst für die Misshandlungen verantwortlich. Viele Opfer tendieren dazu, den Grund für die Quälereien bei sich zu suchen und durch vermeintliche Fehlervermeidung der Gewalt auszuweichen.

Viele Täter sind zwischen ihren Wutausbrüchen besonders liebevoll und entschuldigen sich sogar für ihre Gewalttaten, wodurch Opfer sich häufig Hoffnungen auf eine gewaltfreie Beziehung machen, die in den meisten Fällen enttäuscht wird. Unter der kostenlosen Telefonnummer 08000/116 016 beraten und informieren Mitarbeiter des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" zu allen Formen von Gewalt und unterstützen (auch männliche) Opfer bei einem Neuanfang.

Hättest Du es gewusst? Nicht nur Opfer, auch Täter leiden unter häuslicher Gewalt. Die Täter-Hotline „euline“ informiert unter 01805 - 439 258 gewalttätige Männern und Frauen über den Ausstieg aus dem Gewaltkreislauf. 

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