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So 17.07.2016, 10:35

Polizei verhindert Selbstjustiz nach Autounfall

Vorschau: Polizei verhindert Selbstjustiz nach Autounfall

Ein Kind wird von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt. Die Familie steht unter Schock und will den Unfallfahrer zur Rechenschaft ziehen. Können die Beamten die Situation unter Kontrolle bringen, bevor es weitere Verletzte gibt? Im Anschluss beobachtet die Besitzerin einer Wiese einen Mann dabei, wie er den Inhalt seines Autotanks auf ihrem Grund entleert. Um ihn am Wegfahren zu hindern, schließt sie sich mit ihrem Hund in seinem Wagen ein und ruft die Polizei.

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Im Jahr 2012 verunglückten bundesweit 5.617 Grundschulkinder im Straßenverkehr. Bei 21 Kindern verlief der Unfall tödlich. 942 Kinder trugen bei ihrem Unfall schwere Verletzungen davon. Gerade Schulanfänger sind wegen ihres Entwicklungsstandes den schwierigen Situationen des Straßenverkehrs nicht gewachsen. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße fehlt ihnen oft der nötige Überblick und sie werden leicht übersehen. Zudem sind Kinder sehr ichbezogen: Sie denken, wenn sie das Auto sehen, sieht der Autofahrer auch sie. Kinder lassen sich stark ablenken und reagieren spontan, wodurch Gefahren geradezu heraufbeschworen werden. Da Kinder auch in diesem Alter Verhalten und Einstellungen durch Nachahmung lernen, erhält die Vorbildfunktion der Eltern eine besondere Bedeutung. Sie sollten sich dessen bewusst sein, denn ein Kind wird nie verstehen, warum sein Vorbild sich nicht an die geforderten Spielregeln hält.

Hättest du es gewusst? Erst mit etwa acht Jahren sind Kinder überhaupt in der Lage, Gefahren bereits im Vorfeld zu erkennen. Aber erst Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren haben eine Denkweise entwickelt, die ihnen ermöglicht, Gefahren rechtzeitig erkennen zu können. Sie können nun auch bewusst so handeln, dass mögliche Gefahren gar nicht erst eintreten. 

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