Auf Streife
Fr 23.09.2016, 14:00

Robin Hood auf großer Tour

Eine besorgte Nachbarin alarmiert die Polizei. Sie ist sich sicher, dass jemand im Nachbarhaus ist, obwohl die Nachbarn verreist sind. - Bei der praktischen Führerscheinprüfung hat eine 45-jährige Fahrschülerin einen schweren Unfall verursacht. Dabei ist ein 55-Jähriger verletzt worden. Trotz seiner Verletzung geht er auf die Fahrschülerin los. - Die Beamten sind in den frühen Morgenstunden auf Streife, als sie ein herrenloses Paket mitten auf der Straße entdecken.

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Am 1. August 1888 wurde in Deutschland die erste Fahrerlaubnis an Automobilpionier Carl Benz ausgestellt. An der Schwelle des 20. Jahrhunderts war das Verkehrsaufkommen in Deutschland jedoch noch so gering, dass kein Bedarf für eine gesetzliche Fahrerlaubnis bestand. Nur einzelne Länder des Deutschen Reiches gingen bereits dazu über, von motorisierten Teilnehmern am Straßenverkehr eine "Prüfung der Fahrbefähigung" zu verlangen. So erließ Preußen 1903 als erstes Land im Reich eine allgemeine "Prüfungspflicht für Wagenlenker". Zwei Jahre später wurde dann eine reichsweite und einheitliche Prüfungspflicht eingeführt, um dem stetig zunehmenden Verkehr Herr zu werden. Der große graue "Führerschein", auch "Lappen" genannt, war geboren. Seitdem hat sich viel verändert. Fuhren im Jahr 1907 auf den Reichsstraßen noch lediglich 10.115 Autos, 557 Lastwagen und 15.954 Motorräder, befinden sich nunmehr 61,5 Millionen Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen und allein im Jahr 2015 wurden laut dem Kraftfahrt-Bundesamt bundesweit 1,64 Millionen theoretische und 1,55 Millionen praktische Fahrerlaubnisprüfungen absolviert.
Hättest du es gewusst? Bis zum Jahre 1958 mussten Frauen ihren gesetzlichen männlichen Vormund um Erlaubnis fragen, wenn sie den Führerschein absolvieren wollten. Diese Regelung wurde mit dem "Gleichberechtigungsgesetz" von 1958 außer Kraft gesetzt.

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