Auf Streife
Mo 16.03.2015, 14:00

SPEZIAL: Der Teufel schickt Prada

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In dieser Spezial-Folge beobachtet "Auf Streife" heute echte Zollfahnder bei ihren Einsätzen: Eine Frau nimmt in der Cargo-Halle des Flughafens einige Fracht -Pakete aus der Türkei entgegen. Angeblich handelt es sich um persönliche Gegenstände ihres türkischen Freundes. Bei der Überprüfung entdecken die Zollbeamten jedoch gefälschte Marken-Textilartikel. Danach sind die Zollbeamten auf der Autobahn unterwegs, als ihnen ein vollkommen überfrachteter Wagen auffällt.

Mehr zum Thema Produktpiraterie:

Der deutsche Zoll hat im Jahr 2013 Waren im Wert von 134 Millionen Euro wegen Produktpiraterie beschlagnahmt. Wer gefälschte Markenware privat nutzen will, geht in Deutschland straffrei aus. Wer aber bei einer Zollkontrolle den Eindruck vermittelt, er würde vorhaben, mit den eingeführten gefälschten Artikeln handeln zu wollen, für den wird es unbequem. Der Handel mit Fälschungen ist verboten. Produkt- oder Markenpiraterie wird in Deutschland mit Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren oder mit Geldstrafe geahndet, beim gewerbsmäßigen Handeln drohen sogar bis zu 5 Jahre Haft. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt den durch Raubkopien verursachten Schaden weltweit auf über 250 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Aber man schadet mit dem Erwerb von gefälschten Artikeln nicht nur den betroffenen Unternehmen. Viele Fälschungen sind von minderer Qualität und können beim Verbraucher Gesundheitsschäden hervorrufen.

Hättest du es gewusst? Wer Kinderüberraschungseier mit in die USA nehmen möchte, kann beim US-amerikanischen Zoll eine böse Überraschung erleben. Die Einfuhr von Überraschungseiern in USA ist verboten und wird unter Umständen mit 300 $ Strafe belegt. In den USA verbietet ein Gesetz aus dem Jahr 1938 nicht essbare Gegenstände in Süßigkeiten.

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