Auf Streife
Mo 12.09.2016, 14:00

Und niemand hört dich schreien

Die Beamten werden von einer 38-Jährigen gerufen, weil ein 42-Jähriger mit seinem Fahrzeug in ihren Vorgarten gerast ist und einen Schaden angerichtet hat. Doch er behauptet, dass sie den Unfall selbst zu verschulden hat. - Der Wagen eines Importeurs ist besprüht worden. Doch er hat schon einen mutmaßlichen Täter selbst überlistet. Doch der beschuldigte 17-Jährige weist jede Schuld von sich.

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Weiterführende Informationen zum Thema Recht am eigenen Bild

Das Recht am eigenen Bild gehört zum Persönlichkeitsrecht eines Menschen. Wird es missachtet, können teure Schadensersatzforderungen drohen. Denn gemäß §22 Satz 1 KunstUrhG dürfen Abbildungen einer erkennbaren Person grundsätzlich nur dann verbreitet oder zur Schau gestellt werden, wenn deren Einwilligung vorliegt. Normale Menschen allerdings dürfen in normalen Situationen in der Regel immer Fotos machen. Ausnahmen gibt es nur bei Eingriffen in die Intimsphäre oder Momenten, in denen durch eine Fotografie die Menschenwürde des Abgelichteten verletzt wird. Zudem ist die Einwilligung des Fotografierten oder Abgebildeten bei einer Veröffentlichung auch nicht immer erforderlich. Denn das Recht am eigenen Bild endet dort, wo andere Grundrechte gleichberechtigt Platz beanspruchen. Wie zum Beispiel im Falle der Presse- oder Kunstfreiheit. Eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild kann auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe belegt werden. Dieser Fall ist allerdings außerordentlich selten.

Hättest du es gewusst? Das Recht am eigenen Bild gilt zu Lebzeiten des Abgebildeten und noch 10 Jahre darüber hinaus. Ist die abgebildete Person verstorben, nehmen die Angehörigen hinsichtlich der ideellen Interessen die Rechte des Abgebildeten wahr.

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