Auf Streife
Do 14.07.2016, 14:00

Vermisste Kinder im Kronleuchtersaal

Eine Verkäuferin alarmiert die Beamten. Als die Polizisten die Adresse des Einsatzortes aufsuchen, stehen sie plötzlich an einem Zugang zu der Kölner Kanalisation. - Während einer Fahrprüfung fährt eine 23-Jährige frontal in ein entgegenkommendes Auto. Als die Beamten eintreffen, ist die Fahrlehrerin bewusstlos auf dem Beifahrersitz - und die Fahrschülerin nackt. - Ein Damen-Kegelclub stürmt ein Reisebüro. Sie sind wütend, denn angeblich hat die Besitzerin sie übers Ohr gehauen.

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Kronleuchtersäle werden allgemein mit Schlössern und prunkvollen Villen in Verbindung gebracht. Kölns Kronleuchtersaal liegt jedoch sieben Meter unter der Erde vergraben und zwar in der Kanalisation der Stadt. Es handelt sich um ein 4,60 Meter hohes und 3,80 Meter breites Gewölbe, das 1890 zur Entlastung der Kanalisation bei Starkregen geschaffen wurde. Seinen Namen verdankt der Saal den zwei Kronleuchtern, die dort zu Ehren Kaiser Wilhelms II., der dem Festakt der Einweihung des Gewölbes beiwohnen wollte, installiert wurden. Trotz zweier Weltkriege und anderen unruhigen Zeiten, ist dieses Vereinigungsbauwerk, bis auf den Austausch der Original-Kronleuchter durch einen originalgetreuen Nachbau, bis heute unverändert geblieben. So stellt der Saal immer noch einen funktionierenden Bestandteil des Kölner Abwassersystems dar und ist gleichzeitig ein einzigartiges Denkmal der Kölner Stadtgeschichte. Seit 2000 bieten die Stadtwässerungsbetriebe Köln hier regelmäßig öffentliche Führungen an und veranstalten sogar Jazz- und Klassikkonzerte, die aufgrund der fantastischen Akustik, die durch die drei einmündenden Kanalröhren und angrenzenden Gewölberäume entsteht, zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Hättest du es gewusst?

543 Kilometer des rund 2.400 Kilometer langen Kanalnetzes, das über etwa 92.000 Straßenabläufe und 58.000 Kanalschächte verfügt, sind begehbar. Zudem sind an die öffentliche Kölner Mischkanalisation heute rund 130.000 Grundstücke angeschlossen.

  • Kronleuchtersäle werden allgemein mit Schlössern und prunkvollen Villen in Verbindung gebracht, Kölns jedoch, liegt sieben Meter unter der Erde vergraben und zwar in der Kanalisation der Stadt
    Der Kölner Kronleuchtersaal ist ein 4,60 Meter hohes und 3,80 Meter breites Gewölbe, das 1890 zur Entlastung der Kanalisation bei Starkregen geschaffen wurde
    Seinen Namen verdankt der Saal den zwei Kronleuchtern, die dort zu Ehren Kaiser Wilhelms II., der dem Festakt der Einweihung des Gewölbes beiwohnen wollte, installiert wurden
    Der Saal stellt immer noch einen funktionierenden Bestandteil des Kölner Abwassersystems dar und ist gleichzeitig ein einzigartiges Denkmal der Kölner Stadtgeschichte
    Seit 2000 bieten die Stadtwässerungsbetriebe Köln hier regelmäßig öffentliche Führungen an
    Aufgrund der fantastischen Akustik, die durch die drei einmündenden Kanalröhren und angrenzenden Gewölberäume entsteht, werden im Kölner Kronleuchtersaal sogar Jazz- und Klassikkonzerte veranstaltet

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