Auf Streife
Mo 06.06.2016, 14:00

Vom eigenen Auto angefahren

Die Security eines Freudenhauses alarmiert die Polizei, weil ein Freier angeblich eins der Mädchen angegriffen hat. - Die Beamten werden zu einem Kaufhaus gerufen. Dort angekommen sehen sie, wie der Kaufhausdetektiv eine 16-Jährige festhält. Bestätigt sich der Verdacht des Detektivs, dass die Schülerin geklaut hat? - Und: Eine 33-Jährige dreht völlig durch und wirbelt mit dem Hausmüll vor dem Haus herum. Dann versucht sie auch noch über eine Terrassentür einzubrechen.

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Deutschlandweit werden jährlich mehr als eine halbe Millionen Verfahren wegen Unfallflucht eröffnet. Allein in Nordrhein-Westfalen waren es 2014 rund 120.000 Fälle, die von den Polizeidienststellen registriert wurden. Egal, ob kleiner Kratzer oder großer Blechschaden, das unerlaubte Entfernen vom Unfallort – allgemein als Fahrerflucht bekannt – ist eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe geahndet werden kann. Zudem droht der Verlust des Führerscheins, der in der Regel dann vom Gericht entzogen wird, wenn die Schadenshöhe des verursachten Unfalls bei 1.000 Euro oder mehr liegt. Und diese Summe ist schnell erreicht; beispielsweise bei Neulackierung einer Stoßstange. Außerdem droht Ärger mit der Haftpflichtversicherung, denn die kann die Regulierung des Schadens ablehnen, wenn der Fahrer gegen seine Aufklärungspflichten verstoßen hat. Der ADAC rät Unfallverursachern daher mindestens 30 Minuten an Ort und Stelle auf den Geschädigten zu warten oder gleich die Polizei zu benachrichtigen. Denn entgegen der weit verbreiteten Ansicht, reicht ein Zettel mit Telefonnummer oder eine Visitenkarte an der Windschutzscheibe nicht, um dem Vorwurf der Unfallflucht zu entgehen.
 Die Fahrerflucht ist ein Vorsatzdelikt, was bedeutet, dass man Kenntnis vom Unfall haben muss. Wenn man den Unfall nicht bemerkt hat, macht man sich in der Theorie nicht gem. § 142 StGB strafbar. Problematisch ist, dass Gerichte in der Regel dazu neigen, die Aussage „Ich habe den Unfall nicht bemerkt“ als Schutzbehauptung zu werten.
 
 • Deutschlandweit werden jährlich mehr als eine halbe Millionen Verfahren wegen Unfallflucht eröffnet
 • Allein in Nordrhein-Westfalen waren es 2014 rund 120.000 Fälle, die von den Polizeidienststellen registriert wurden
 • Egal ob kleiner Kratzer oder großer Blechschaden, das unerlaubte Entfernen vom Unfallort – allgemein als Fahrerflucht bekannt – ist eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe geahndet werden kann
 • Zudem droht der Verlust des Führerscheins, der in der Regel dann vom Gericht entzogen wird, wenn die Schadenshöhe des verursachten Unfalls bei 1.000 Euro oder mehr liegt
 • Außerdem droht Ärger mit der Haftpflichtversicherung, denn die kann die Regulierung des Schadens ablehnen, wenn der Fahrer gegen seine Aufklärungspflichten verstoßen hat
 • Der ADAC rät Unfallverursachern daher mindestens 30 Minuten an Ort und Stelle auf den Geschädigten zu warten oder gleich die Polizei zu benachrichtigen
 • Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, reicht ein Zettel mit Telefonnummer oder eine Visitenkarte an der Windschutzscheibe nicht, um dem Vorwurf der Unfallflucht zu entgehen

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