Auf Streife
Sa 25.06.2016, 16:00

Wer im Glashaus sitzt...

Eine Lehrerin wird Opfer eines Verkehrsunfalls und ist schwer verletzt. Ein großer Stein ist in die Windschutzscheibe geflogen, sodass sie vor Schreck gegen eine Mauer fuhr. Wer hat den Stein geworfen? - Ein Langzeitstudent verhökert Hundewelpen zu einem Spottpreis im Park. Eine achtsame 24-Jährige ruft die Polizei. - Bei einer 44-Jährigen wird in den Campingwagen eingebrochen. Wertsachen wie Geld und Laptop sind noch da - nur ihre Trompete ist verschwunden.

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Laut Schätzungen, kauft mehr als jeder zweite Hundehalter sein Tier über Online-Anzeigen. Allerdings boomt hier auch der illegale Handel mit reinrassigen Welpen, die meist aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien stammen. Der Hundehandel im Internet hat sich zu einem Millionengeschäft mit regelrecht mafiösen Strukturen entwickelt. Die süßen Vierbeiner aus angeblich liebevoller Aufzucht, wie es dann in den Anzeigen heißt, stammen in Wahrheit aus Massen- oder Qualzüchtungen und werden nicht nur viel zu früh vom Muttertier getrennt (zum Teil schon nach 2 Wochen), sondern im Regelfall auch deutlich unter Wert angeboten. Ohne ausreichend Verpflegung, werden die erst vor wenigen Wochen geschlüpften und oftmals schwer kranken Hunde, über lange Strecken durchs Land geschleust. Tierschutzorganisationen schätzen, dass dabei 50 Prozent dieser Billig-Welpen den Transport erst gar nicht überleben. Deshalb sollte man stutzig werden, wenn Tiere auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen, aus dem Bus, Kofferraum, Pappkarton oder Drahtkäfig heraus angeboten werden und besser auf den Kauf eines solchen Tieres verzichten.

Hättest du es gewusst? Den bisher größten Fund von illegalem Welpenhandel, machte die Polizei im Februar 2012 auf der A3. Damals wurde ein Wagen mit 92 Hundewelpen gestoppt. Leider kam für die Vierbeiner die Hilfe zu spät: Denn 24 der Hundebabys konnten nicht mehr gerettet werden.

  • Experten gehen davon aus, dass mehr als jeder zweite Hundehalter sein Tier über Online-Anzeigen kauft.
  • Der illegale Handel mit reinrassigen Welpen, die meist aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien stammen, boomt.
  • Hundehandel im Internet hat sich zu einem Millionengeschäft mit regelrecht mafiösen Strukturen entwickelt.
  • Die süßen Vierbeiner der Tierhändler stammen aus Massen- oder Qualzüchtungen. Sie werden nicht nur viel zu früh vom Muttertier getrennt, sondern auch deutlich unter Wert angeboten.
  • Illegale Tierhändler schleusen die oftmals schwerkranken Welpen ohne ausreichend Verpflegung über lange Strecken durchs Land.
  • Tierschutzorganisationen schätzen, dass bei 50 Prozent der illegal gehandelten Welpen den Transport über lange Strecken nicht überleben.
  • Käufer sollten stutzig werden, wenn Tiere auf Parkplätzen, Märkten, aus dem Kofferraum, Pappkarton oder Drahtkäfig heraus angeboten werden.

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