Auf Streife
So 07.08.2016, 10:40

Wo ist Oma?

Vorschau: Wo ist Oma?

Eine Frau vermisst ihre demenzkranke Mutter. Sofort verständigen die Beamten die Kollegen von der Hundestaffel und begeben sich auf die Suche. - Ein Vater geht auf den Turnlehrer seiner Tochter los, weil dieser in der Umkleidekabine Kameras installiert. - Eine Kiez-Größe ruft die Polizei, weil in seinen Wohnwagen eingebrochen wurde. Der Täter ist vor Ort und hatte Glück, dass der Anrufer sich seiner nicht selbst angenommen hat.

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In Deutschland leben derzeit 1,4 Millionen Bürger, deren kognitive Fähigkeiten durch Demenz eingeschränkt sind. Und die Zahl der Betroffenen steigt jedes Jahr, für 2030 werden 2,2 Millionen Erkrankte erwartet. Die Betroffenen sind oft orientierungslos und nicht selten kommt es vor, dass die Erkrankten aus ihrer vertrauten Umgebung verschwinden und nicht mehr alleine zurückfinden. Die Angehörigen können für diesen Fall vorsorgen. Idealerweise liegt ein aktuelles Foto des Erkrankten bereit nebst einer Personenbeschreibung und einer Liste aller möglichen Orte und Personen, die der Demenzerkrankte aufsuchen könnte. Hilfreich ist auch, den Demenzkranken einen Notfallanhänger mitzugeben bzw. die Kleidung mit Adresse oder einer Telefonnummer zu kennzeichnen. Nützlich sind auch spezielle mobile Notruf- und Ortungssysteme, die der Demenzerkrankte am Gürtel oder als Armband tragen kann.

Hättest du es gewusst? Erfahrungsgemäß wird etwa die Hälfte der Vermisstenfälle innerhalb der ersten Woche aufgeklärt. Der Anteil der Personen in Deutschland, die länger als ein Jahr vermisst werden, liegt bei nur etwa 3 % aller Fälle. Knapp zwei Drittel aller Vermissten sind männlich und die Hälfte aller Vermissten sind Kinder und Jugendliche.

  • In Deutschland leben derzeit 1,4 Millionen Demenzerkrankte.
  • Angehörige von Demenzerkrankten sollten vorsorgen, indem sie für den Fall eines Verschwindens ein Foto, eine Personenbeschreibung und eine Liste mit möglichen Aufenthaltsorten des Erkrankten bereitlegen.
  • Mobile Notruf- und Ortungssysteme, die der Demenzerkrankte am Gürtel oder als Armband tragen kann, können ebenfalls hilfreich sein.
  • Die meisten Vermisstenfälle klären sich zügig auf, nur 3 % aller Fälle werden länger als ein Jahr vermisst.

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