Auf Streife
Mi 15.04.2015, 14:00

Zugfahrt ohne Halt

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In einem Restaurant rastet ein Mann aus. Wie in Trance wirft er das Inventar durch die Gegend und verletzt dabei seine Frau und die Besitzerin. - Eine Achtjährige verschanzt sich auf einer Toilette. Die Polizisten können sie aus ihrem Versteck locken. Als sie das Mädchen sehen, entdecken sie die Brandwunden an seinen Armen. - Ein Beichtstuhl wird zur öffentlichen Toilette. Der Pfarrer beschuldigt einen Obdachlosen, dem er den Zutritt der Kirche bereits mehrfach verwehrt hat.

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Nach internationalem Recht sind Zwangsheiraten verboten. Die freie Wahl der Ehepartner/in ist ein Menschenrecht. Seit 2005 wird eine erzwungene Ehe in Deutschland als besonders schwerer Fall der Nötigung eingestuft und steht unter Strafe. Sie kann mit Freiheitsentzug von mindestens sechs Monaten bis zu fünf Jahren geahndet werden. Derzeit liegen keine repräsentativen Zahlen zur Häufigkeit von Zwangsverheiratungen vor. Eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem November 2011, durchgeführt vom Bundesfamilienministerium, hat insgesamt 3443 von Zwangsheirat Bedrohte und Betroffene erfasst. 27% von ihnen wurden mit Waffen und/oder mit Mord bedroht.

 

Hättest du es gewusst? Zwangsheirat kann keiner bestimmten Religionsgemeinschaft zugeordnet werden. Grund für Zwangsehen sind überkommene patriarchale Strukturen, Traditionen und Bräuche, nicht aber Religion im eigentlichen Sinn. Keine der großen Weltreligionen wie Christentum, Judentum, Hinduismus, Buddhismus oder Islam schreibt Zwangsheirat vor.

 

  • Nach internationalem Recht sind Zwangsheiraten verboten.
  • Die freie Wahl der Ehepartner/in ist ein Menschenrecht.
  • Zwangsheirat wird in Deutschland als besonders schwerer Fall der Nötigung eingestuft.
  • Zwangsverheiratung wird mit Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren bestraft.

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