Der Cop und der Snob

"Ein klarer Fall von Männerhassliebe"

Doppel-Interview Johannes Zirner und Marc Ben Puch

© Erika Hauri SAT.1

Was unterscheidet "Der Cop und der Snob" von anderen Krimiserien?

Johannes Zirner: Zuallererst der Humor. Unsere Serie ist anders als andere Serien und will auch gar nicht zu realistisch sein.

Marc Ben Puch: "Cop & Snob" nimmt sich als Krimi-Format nicht zu ernst. Die Fälle bereiten das Spielfeld, auf dem die beiden schrägen Typen Gerry und Tristan aufeinander prallen. Damit erfinden wir zwar das Rad nicht neu, aber wenn der klassische Krimi das gewohnte Feierabendbier der deutschen Fernsehlandschaft ist, wäre “Cop & Snob“ eher der spritzig-süffige Cocktail, dessen Zutaten man kennt, deren Mischung aber neu und erfrischend ist.

Was fasziniert Sie an dem ungleichen Paar? Was an Ihrer Figur?

Johannes Zirner: Ich liebe Gerrys unfreiwillige Komik. Er ist ein Münchner Stenz mit Herz. Er liebt Frauen, Autos und coole Kleidung. Mit den beiden absolut konträren Charakteren haben wir viel Stoff für humoristische Momente. Die Zusammenarbeit mit Ben ist übrigens super: Wir ziehen an einem Strang. Ben ist mir schon jetzt ans Herz gewachsen.

Marc Ben Puch: Der soziale Kontrast, die unterschiedlichen Lebensentwürfe der beiden sind ein fruchtbarer Nährboden für komische Konflikte und absurde Situationen. Gerry und Tristan sind ein klarer Fall von Männerhassliebe. Tristan ist dabei der mehr oder weniger charmante Spielverderber, ein süffisanter Pedant, der dem Lebemann Gerry dauernd in die Parade fährt und sich an dessen Schlendrian abarbeitet.

Marc Ben Puch, Sie sind gebürtiger Berliner, Johannes Zirner kommt aus München. Das entspricht auch Ihren Rollen. Was macht ihrer Meinung nach einen Bayer und was einen Preußen aus?

Marc Ben Puch: Das studiere ich noch. Und weil ich ja ein "Saupreiß“ im natürlichen Feindesland bin, werde ich mich hüten, ein voreiliges Urteil zu fällen.

Johannes Zirner: Der Bayer ist bodenständig im Gegensatz zum Berliner, der in der Berliner Luft zu Hause ist. Der Bayer ist grantig, während der Berliner eher mürrisch ist. Der Bayer hat ‚a Gaudi‘, der Berliner ist schrill. Der Bayer trinkt bayrisches Bier, der Berliner mittlerweile auch. Beide sind sie auf ihre Weise sympathisch. Ich empfinde mich weder als Bayer noch als Berliner.

Was schätzen Sie an München?

Johannes Zirner: Die niedrigen Mieten und die offenen Menschen. (lacht) Im Ernst: Ich liebe die Nähe zu den Bergen, die Biergärten, die Isar und die vielen sauberen Spielplätze.

Marc Ben Puch: Tatsächlich den Englischen Garten, den Eisbach und den Hang der Münchner zum Leben im Freien.

Was ist ein Hasenbergler? (Im Stadtteil Hasenbergl Geborener, Anm. d. Red.)

Marc Ben Puch: Klingt für mich wie eine seltene Figur beim Turmspringen. Also keine Ahnung, aber Gerry ist wohl einer.

--> Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews

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