Der Cop und der Snob

"Wie gut oder schlecht jemand arbeitet, hat am wenigsten mit dem Geschlecht zu tun."

Interview Johannes Zirner + Marc Ben Puch Teil 2

© Erika Hauri SAT.1

In "Der Cop und der Snob“ haben Sie eine Frau als Vorgesetzte. Wie stehen Sie zu Frauen in Führungspositionen?

Johannes Zirner: Sie sind in meinen Augen nur dann gut, wenn sie als Frau auch Frau bleiben und nicht zu viele männliche Züge annehmen.

Marc Ben Puch: Das ist für mich nie ein Thema gewesen. Wie gut oder schlecht jemand arbeitet, hat meiner Meinung nach am wenigsten mit dem Geschlecht zu tun.

Wie fühlt es sich an, eine Wumme in der Hand zu halten?

Marc Ben Puch: Bei "GSG9" haben wir schon eine ganze Menge rumgeballert, tatsächlich unverhältnismäßig mehr, als das in der Realität der Fall ist, aber das war wohl den Geschichten, die wir in diesem Genre erzählen wollten, geschuldet. Während der Dreharbeiten zu "Cop & Snob“ habe ich in sechs Folgen einmal geschossen – und zwar auf dem Schießstand. Ein recht pazifistischer Schnitt und wahrscheinlich auch näher am durchschnittlichen deutschen Polizeialltag.

Johannes Zirner: Ich fand Waffen schon als kleiner Junge faszinierend. Das hat sich bis heute nicht geändert. Da steckt wohl immer noch das Kind in mir.

In der Serie gibt es ein IT-Genie. Wie fit sind Sie selbst in der virtuellen Welt?

Johannes Zirner: Ich bin leider viel zu unbegabt! Mit der neuesten Technik würde ich trotzdem gern Schritt halten.

Marc Ben Puch: Ich habe vor drei, vier Jahren Betriebssystem und Produkt gewechselt und hab es so vom dümmsten anzunehmenden User zum Digital-Normalverbraucher gebracht.

Ben, sind Sie privat auch so sportlich wie Tristan? Mussten Sie Kickboxen für die Rolle lernen?

Marc Ben Puch: Mein Körper ist mein Arbeitsinstrument und bedarf natürlich (unter anderem) der sportlichen Pflege und regelmäßigen Wartung. Je fitter ich bin, desto mehr Spaß habe ich am Leben und an mir selbst. Im Kickboxen habe ich mich als Jugendlicher mal versucht und dann später noch in einigen anderen Stilen. Aber wie das bei uns Schauspielern oft so ist: Wir können von allem etwas, aber nichts richtig und dann tun wir halt so, als ob.

Was sagt Ihre Frau zu Ihrem Schnäuzer, Johannes Zirner, und wie reagieren Ihre Kinder?

Johannes Zirner: Sie lieben mich auch mit Schnäuzer. Aber ich freue mich auf die nächste Schnäuzerpause. Ich habe sozusagen den Schnäuzer voll.

Ihr Vater ist August Zirner. Hat er Ihre Entscheidung, Schauspieler zu werden, mitgeprägt oder hatten Sie erst einen ganz anderen Berufswunsch?

Johannes Zirner: Mein Vater hat mich sicherlich geprägt, das ist mit Vätern immer so. Die Entscheidung, Schauspieler zu werden, muss man allerdings schon allein fällen. Diesen Beruf kann man nicht halbherzig machen. Früher wollte ich mal Kameramann werden. Auch jetzt noch bin ich leidenschaftlicher Hobby-Fotograf und beim Drehen immer sehr am Kamera-Equipment interessiert.

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