Der letzte Bulle

"Ich stehe auf Slapstick und Anarcho-Dialoge..."

Zur 4. Staffel: Maximilian Grill im Interview

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Anfangs der vierten Staffel übernehmen Sie Micks Verhaltensweisen. Wie fühlt sich das an?

Maximilian Grill: "Sehr gut! (lacht). Wir haben diesen Switch beim Dreh dann die „'ick-Mutation' getauft. Es war toll, weil die Figur eine neue Facette erhalten hat und von mir gar nicht so weit weg ist. Einfach mal die Proll-Sau rauszulassen hat wahnsinnig viel Spaß gemacht."

Wie war‘s im Fangnetz?

Maximilian Grill: "Wahnsinnig witzig. Ich pendelte oben – und Mick sagte: 'Endlich mal auf Augenhöhe!' Das fand ich richtig geil. Die Hütte war mitten im Wald und wurde für den Dreh gebaut."

Könnten Sie sich vorstellen, in so einer Hütte eine Zeit lang zu leben?

Maximilian Grill: "Ja klar. Fände ich super! Eigentlich ist es wünschenswert, so etwas zu machen. Weg von der Elektronik, die so wahnsinnig bestimmend ist. Wenn man nicht aufpasst, kann sich das zur Geißel ausprägen – und ich glaube, dass Rückbesinnen, Runterkommen und auch mal ein Feuer machen, etwas ganz Wichtiges ist. Aus dem Kopf rauskommen. Das ist ein großer Wunsch, eine große Sehnsucht."

Sie haben ein großes komödiantisches Talent. Wer sind Ihre Vorbilder?

Maximilian Grill: "Peter Sellers ist einer der abgefahrensten Typen, die jemals vor der Kamera standen. Ich finde ihn wirklich  großartig. 'Inspektor Clouseau' ist eine feste Marke. Wenn man sich entscheidet, Unterhaltung zu machen, muss man Gas geben. Ich stehe auf Slapstick und Anarcho-Dialoge und ich mag auch diese alten Münchner Serien sehr gerne. 'Monaco Franze' und 'Kir Royal' zum Beispiel."

Sie und Henning Baum haben am gleichen Tag Geburtstag. Wie ähnlich sind Sie sich im Privaten?

Maximilian Grill: "Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, wir sind uns in vielen Dingen gar nicht so unähnlich. Klar, äußerlich grätscht es weit auseinander. Aber ich stelle schon immer wieder fest, dass wir im Werteempfinden und im Umgang mit den Dingen auch nicht so weit voneinander entfernt sind. Jungfrauen sind sehr perfektionistisch und ich stelle das auch bei uns beiden fest. Auch in der Arbeit."

Hat der Erfolg Ihr Leben verändert? Werden Sie auf der Straße erkannt?

Maximilian Grill: "Ja, natürlich. Sobald ich mich aber nicht jeden Tag rasiere und keinen Anzug mit Schlips anhabe, passiert es mir auch oft, dass die Leute an mir vorbeilaufen und denken: 'Ah, den kenn ich doch!' Aber sie sprechen mich auch nett an und wollen Autogramme. In Berlin ist es vielleicht noch etwas anders, weil die Leute dort mehr bekannte Gesichter gewöhnt sind. Ich saß mal in Berlin Mitte völlig ungestört neben Quentin Terentino. Da ist Berlin total entspannt."

Warum steht vor allem das weibliche Publikum auf Henning Baum?

Maximilian Grill: "Weil er ein Prachtkerl ist, der Henning Baum. Da muss man nicht viel dazu sagen."

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