Die große Welt der kleinen Menschen

Der Protagonist im Gespräch über die Sendung

Michel Arriens im Interview

Michel in der Unibibliothek

Warum hast du dich entschieden, bei „Die große Welt derkleinen Menschen“ mitzumachen?

Die Thematik Kleinwuchs ist natürlich ein brisantes Thema – in Bezug auf Hilfsmittel, in Bezug auf Vorurteile und so weiter. Ich denke, die Präsenz von Kleinwüchsigen in den Medien verbessert einfach das Bild von Kleinwüchsigen, oder generell von Menschen mit Behinderungen. Denn das ist immer noch negativ behaftet. Es passiert immer wieder, dass Menschen auf mich zukommen und sagen: „Wahnsinn, ich hätte nie gedacht, dass du das kannst.“ In so einer Sendung können wir zeigen, was man drauf hat, und das allgemeine Bild von Kleinwüchsigen positiv verändern.

Warum sollte man sich (als Normalwüchsiger) „Die große Welt der kleinen Menschen“ anschauen?

Viele Menschen wissen überhaupt nichts über den Kleinwuchs. Wenn man mal mit Behinderung konfrontiert wurde, reagiert man danach einfach anders, als wenn man nie etwas damit zu tun hatte. Wer unsere Probleme im Alltag kennt, ist dafür sensibilisiert und kann uns auch besser selbstständig helfen. Das erhoffe ich mir von der Sendung.

Warum ist diese Aufklärungsarbeit so wichtig?

Kleinwuchs ist – klar – ein Handicap, aber mit den heutigen Mitteln und den heutigen Möglichkeiten geht es eigentlich jedem Kleinwüchsigen soweit gut, dass er Lebensfreude erlangen kann. Vor allem für betroffene Eltern ist es gut, gleich zu wissen: Kleinwuchs ist keine todbringende Krankheit, welche ein Leben ohne Freude prophezeit. Auch für meine Eltern war es erst mal ein großer Schock! Kleinwüchsig… Die Ärzte haben prophezeit: Er wird niemals mit einer normalen Schere schneiden oder Stifte halten können, vielleicht kann er deshalb auch nie schreiben lernen. Ich habe den Ärztenbewiesen, dass das völliger Schwachsinn ist.

Wie hat dein Umfeld (Freundin, Familie) auf deine Teilnahme an der TV-Sendung reagiert?

Ehrlich gesagt: zunächst sehr skeptisch. Weil man will natürlich richtig dargestellt bzw. abgebildet werden. Aber die Dreharbeiten und die gesamte Zusammenarbeit mit den Produzenten und dem Sender haben mir dann super gefallen. Und da hat auch mein Umfeld gesagt: Ok, wenn es so läuft wie es gelaufen ist, ist es eine super Sache.

Musstest du deine Eltern oder deine Freundin denn überreden, dass sie sich auch filmen lassen?

Nein, das war selbstverständlich. Meine Eltern und meine Freundin Anna haben nur immer gesagt, sie möchten keine „Hauptrolle“ übernehmen, aber in der „Nebenrolle“ war es für sie gar kein Problem.

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