Die Ruhrpottwache

Lisa Stein

Lisa
Wann hast du deine Ausbildung bei der Polizei begonnen? Beginn der Ausbildung war 2009, seitdem bin ich durchgängig im Polizeidienst tätig.  Ich habe das Studium zur Polizeikommissarin absolviert und war als Gruppenbeamtin in der Hundertschaft tätig. Zur Zeit bin ich wieder als Streifenbeamtin im Wach- und Wechseldienst tätig. 
Hast du eine Zusatzausbildung? Ich habe eine Ausbildung zur Freizeitsportlerin und diverse Fort- und Weiterbildungen innerhalb der Polizei absolviert.
Was ist das Schöne an deinem Beruf? Man trägt große Verantwortung, arbeitet jeden Tag mit Menschen zusammen und erlebt viele verschiedene Dinge. Kein Tag ist wie der andere. Zudem macht es mich glücklich, anderen Menschen Hilfe/Schutz bieten zu können. 
Was magst du an Duisburg oder am Pott? Sech-Seen-Platte.
Wie würdest du dich selbst bei der Arbeit beschreiben?  Ich beschreibe mich selbst als empathisch und mitfühlend, trotzdem versuche ich stets professionelle Distanz zu wahren. Ich greife eher schnell ein und versuche aggressive und aufgebrachte Täter runter zu sprechen, um die Hektik aus der Situation zu nehmen. Opferschutz ist mir persönlich ebenfalls sehr wichtig. Mein Verhalten richtet sich nach meinem polizeilichen Gegenüber. Selbstverständlich hat man bei einem 15-jährigen Ladendieb ein anderes Auftreten, als bei einem 30-jährigen Raub-Täter, der gerade eben eine ältere Dame brutal überfallen hat. Somit hängt mein Verhalten von der jeweiligen Einsatzlage ab. 
Dein Berufswunsch als Kind? Der Wunsch bei der Polizei zu arbeiten, kam in der Oberstufe. Ich hatte mich damals auch nur bei der Polizei beworben. 
Wie schaltest du nach schwierigen Einsätzen ab oder wie findest du wieder in den Alltag? Nach schwierigen Einsätzen versuche ich tief durchzuatmen und mich mit meinen Kollegen zu besprechen. Sobald ich die Uniform ausziehe, versuche ich keine dienstlichen Geschehnisse in mein Privatleben zu transportieren. Sport ist ein gutes Mittel, was mir grundsätzlich hilft, mit Stress umzugehen. 
Hast du ein Tipp an unsere Zuschauer? Wann sollte man die Polizei rufen?  Mein Tipp: In gefährlichen Situationen sich nicht selbst in Gefahr begeben, sondern die Polizei verständigen. Man weiß nie, wen man vor sich hat und wie das Gegenüber in einer Ausnahmesituation reagiert. Die Polizei wird unter anderem im „Situationstraining“ auf unvorhersehbare und gefährliche Situationen trainiert. Zudem führen Polizisten Hilfsmittel und Waffen mit sich, um das eigene Leben und das Anderer zu schützen. Im Normalfall verfügt der Bürger nicht über diese Ressourcen, sodass im Zweifelsfall gilt: Polizei verständigen, um schnellstmöglich professionelle Hilfe zu gewährleisten. 
Hast du dich bei der Arbeit schon mal verletzt?  Nein, lediglich Sportverletzungen.
Welche Sprachen sprichst du? Englisch und Deutsch.
Dein Lebensmotto? Sei dankbar für das, was du hast.
Dein Lieblingsgericht? Spinat, Lachs, Salat…

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