Fahndung Deutschland

Köln (Nordrhein-Westfalen)

Papst-Reliquie gestohlen

Unbekannte haben zwischen Samstag (4. Juni) und Sonntag (5. Juni) eine Reliquie von Papst Johannes Paul II. aus dem Kölner Dom gestohlen. Die Polizei Köln hat die Ermittlungen aufgenommen. Dompropst Gerd Bachner zeigte sich entsetzt: "Der materielle Wert ist nur gering, viel größer ist der ideelle Verlust".

Eine Dombesucherin bemerkte den Diebstahl am frühen Sonntagmorgen und informierte einen Domschweizer, der den Diebstahl sofort über "110" der Polizei meldete. Die Spurensicherung der Polizei Köln hat inzwischen den Tatort im nördlichen Domquerhaus aufgenommen. Offensichtlich haben der oder die Täter die gläserne Kapsel mit einem Tuch, auf dem ein Bluttropfen des Papstes ist, aus dem Sockel des Berührungsreliquiars gehebelt. Das von dem Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim geschaffene Reliquiar aus Silber ist etwa 40 Zentimeter groß.

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© Polizei Köln

Er zeigt Papst Johannes Paul II. gestützt auf den Kreuzstab vor einem der Domportale und erinnert an einen Besuch des Papstes im Kölner Dom im November 1980.
Domprobst Gerd Bachner sieht in dem Diebstahl nicht nur ein pietätloses Vergehen, sondern zugleich ein Angriff auf einen großen Menschen noch nach seinem Tod. Bachner appelliert an die Diebe: "Papst Johannes Paul II. hat die ganze Welt bewegt, als er am Ende seines Lebens seine Schwachheit geduldig bis zum Ende trug und damit ein weithin beachtetes Zeichen der Würde setzte. Mit diesem Glaubenszeugnis hat er viele Menschen berührt und nachdenklich gemacht. Unzähligen ist er zu einem Vorbild geworden. Ich appelliere an den oder die Täter, sich zu besinnen und die Reliquie zurückzugeben."
Die Tatzeit lässt sich auf Samstag, circa 7 Uhr bis Sonntag, 7.55 Uhr, eingrenzen. Die Polizei sucht Zeugen und fragt:

  • Wer hat sich zwischen Samstag, 7 Uhr und Sonntag, 7.55 Uhr im nördlichen Domquerhaus im Kölner Dom aufgehalten und verdächtige Beobachtungen gemacht?
  • Wer hat das Reliquiar nach Samstag 7 Uhr unversehrt gesehen?

Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 71, Telefonnummer 0221/229-0

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