Fahndung Deutschland

fast zehntausend Vermisstenmeldungen jährlich

219 Menschen in Berlin vermisst

In Berlin gelten derzeit 219 Menschen als vermisst. 27 davon sind Kinder. Diese Zahlen teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit (Stand vom 24. August). Die meisten der als vermisst gemeldeten Menschen würden wieder auftauchen, hieß es. Einige Fälle bleiben aber längere Zeit oder für immer ungeklärt, weil weder die lebenden Menschen noch ihre Leichen gefunden werden. 

29.08.2016 15:00 Uhr / dpa
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Fast zehntausend Vermisstenmeldungen gehen jährlich bei der Polizei ein. Im vergangenen Jahr wurden 4396 Erwachsene als vermisst gemeldet, außerdem 4284 Jugendliche und 1093 Kinder. In den Jahren davor waren die Größenordnungen ähnlich. In den Zahlen sind allerdings viele Doppelmeldungen enthalten.  Manche Kinder laufen sechs- oder siebenmal im Jahr von ihren Familien oder aus Heimen weg und werden jedes Mal als vermisst gemeldet. «99 Prozent der Menschen tauchen schnell wieder auf», sagte eine Polizeisprecherin. Vermisst werden öfter auch alte Leute, die verwirrt, dement oder krank sind und ihre Wohnungen oder Heime verlassen und nicht zurückfinden.

Die Liste reicht zurück bis zum Anfang der 90er-Jahre

Im Internet veröffentlicht die Polizei auf ihrer Seite in einer eigenen Rubrik Vermisstenmeldungen. Zuletzt wurde etwa Anfang August die Suchmeldung zu einer 26-jährigen Frau veröffentlicht, die aus dem Virchow-Krankenhaus in Wedding verschwunden war und wegen einer Krankheit in Lebengefahr schwebte. Ende vergangener Woche wurde auf eine vermisste 76-Jährige Seniorin hingewiesen.  Die Liste der Polizei reicht zurück bis zum Anfang der 90er-Jahre. Bei manchen könnte es sich um Morde oder Selbsttötungen handeln. In einem der bekanntesten Fälle verschwand die 14 Jahre alte Georgine K. aus Moabit im Jahr 2006 spurlos. Bis heute gibt es keine Spur zu dem Mädchen.

Viele Fälle klären sich erst nach Jahren teilweise auf. So wurden im Oktober 2015 auf einem Feld in Brandenburg menschliche Überreste gefunden. Eine DNA-Untersuchung ergab, dass sie zu einem 50-jährigen Lokführer aus Berlin-Heinersdorf gehörten, der seit Februar 2013 vermisst wurde.

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