Fahndung Deutschland

Prävention - Der Enkeltrick

Vorsicht, falsche Enkel!

Der sogenannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs. Er kann für Opfer oft existenzielle Folgen haben. Betrogene können hohe Geldbeträge verlieren, um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden.

14.07.2016 12:01 Uhr
Fotolia_96430086_S
© lettas - Fotolia

Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist ältere und allein lebende Personen an. Die Betrüger geben sich aus als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund täuschen die Betrüger einen finanziellen Engpass oder eine Notlage vor - beispielsweise einen Unfall, einen Autokauf oder Computerkauf.

Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.

Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Oft ruft der Täter ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.

Tipps der Polizei gegen den Enkeltrick:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist:
    Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Kommentare

Ab in den Foodtruck!

Fan werden