Fahndung Deutschland

Mordfall Gerhard Klingelhöfer

Von Einbrechern mit Axt erschlagen

Seit Herbst 2011 beschäftigt die Kriminalpolizei Gießen ein ungelöster Mordfall: Einbrecher erschlagen den 80-jährigen Gerhard Klingelhöfer in dessen Hauskeller vor seinem Tresor. Nur wenige Menschen wussten von diesem Geldschrank.

20.09.2016 16:11 Uhr / Sat.1
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© Fahndung Deutschland

September 2011 erlebt und erleidet Familie Klingelhöfer aus Polheim bei Gießen (Hessen) zwei Schicksalsschläge binnen weniger Tage: Am 5.9. stirbt Toni Klingelhöfer nach langer schwerer Krankheit. Ihr 80-jähriger Mann Gerhard hatte sie bis zuletzt gepflegt. Vier Tage später stirbt Gerhard Klingelhöfer – unter grausamen Umständen.

Drei bis vier Einbrecher dringen Samstagabend gegen 20 Uhr in das Haus des Senioren im Stadtteil Watzenborn-Steinberg ein. Sie überraschen den Mann beim Fernsehen und Abendessen, schlagen und misshandeln ihn, zerren den 80-Jährigen in den Hauskeller zu seinem Tresor.

Täter kannten sich offenbar aus

Nur wenige Menschen in Gerhard Klingelhöfers Umfeld wissen, dass sich im Keller ein Geheimfach befindet. Die Einbrecher kennen offenbar dieses Versteck.

Das Schloss des Tresors ist schwer zu bedienen. Gerhard Klingelhöfer kann oder will den Safe nicht öffnen, als die Einbrecher ihn dazu auffordern.

Klingelhöfers Schwiegermutter findet den Rentner am nächsten Morgen im Keller – malträtiert, mit einer Axt erschlagen. Anwohner haben von der Tat offenbar nichts mitbekommen.

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Der Tatort | © Fahndung Deutschland

Die Einbrecher machen keine Beute. Sie fliehen – weil sie den Tresor nicht öffnen konnten, vermutet die Kriminalpolizei Gießen. Die Täter hatten wohl nicht geplant, den 80-Jährigen zu töten. Allerdings scheinen sie gewusst zu haben, dass und wo sich im Haus ein versteckter Safe befindet, glaubt die Kripo. Denn laut Ermittlungen seien die Einbrecher höchstwahrscheinlich zielgerichtet zum Geheimfach vorgedrungen.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Gießen unter 0641 70 06 25 55.

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