Forever

"Was mir am älter werden gefällt? Nichts!"

Ioan Gruffudd im Interview zu "Forever"

Niemals sterben? Klingt zunächst ganz gut. Muss aber nicht sein, wie "Forever"-Darsteller Ioan Gruffudd weiß. Er spielt als Dr. Henry Morgan einen Gerichtsmediziner, der einfach nicht tot zu kriegen ist.

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© TNYF/WENN.com

Wie würden Sie die Serie beschreiben?
Ioan Gruffudd: "Ich denke, wir haben ein bisschen was von 'Quincy', einer altmodischen Detektiv-Serie. Und bestimmt auch von 'Highlander'. Zwei Unsterbliche, die gegeneinander kämpfen. Ich würde sagen: 'Highlander' trifft auf 'Quincy'."

Möchten Sie unsterblich sein? Wenn Sie es könnten, wäre es eine Gabe oder ein Fluch?
Ioan Gruffudd: "Ich denke nicht, dass ich unsterblich sein möchte. Da ich in der Serie mit diesem Thema konfrontiert bin, ist mir klar geworden, dass es eher ein Fluch ist."

Was gefällt Ihnen am älter werden?
Ioan Gruffudd: "Was mir am älter werden gefällt? Nichts (lacht). Wem gefällt denn schon etwas am älter werden? Ich denke, Vater zu werden, das habe ich genossen. Ich finde, das ist ein Teil des Lebens. Mir gefällt ganz bestimmt nicht die Tatsache, dass ich nachts wach liege, jetzt da ich Kinder habe. Es wird immer schwerer diszipliniert auf die Ernährung und auf sich selbst zu achten, besonders jetzt, wo ich immer wieder nackt in der Serie zu sehen bin."

Wenn Henry stirbt, taucht er anschließend wieder nackt im nächsten Gewässer auf. Was ist der beste Trick, um nach Hause zu kommen?
Ioan Gruffudd: "Wir haben eine Fragerunde mit Fans auf der Comic Con veranstaltet. Einer der Fans fragte: 'Warum hat Henry nicht Taschen mit Kleidern rund um den East River hängen?'. Das war eine sehr gute Frage. Doch Henry weiß nie genau, an welchem Punkt er genau herauskommt. Und das führt Woche für Woche zu großartigen, komischen Situationen."

Welche Emotionen möchten Sie Ihrem Seriencharakter mitgeben?
Ioan Gruffudd: "Das interessante an einem sterblichen Charakter ist der Moment, in dem er stirbt oder getötet wird. Davon versuche ich eine Vorstellung zu geben. Doch der Gedanke für immer zu leben, ist anders, den müssen wir erst entdecken. Woche für Woche beginnen wir uns in Henry einzufühlen und  herauszufinden, warum er kühl und distanziert auf seine Mitmenschen reagiert. Er ist unglaublich smart und er hat viel gesehen und so viel Lebenserfahrung gesammelt. Er ist intelligent, aber hat auch Angst, jemandem zu vertrauen und an sich ranzulassen."

Was mögen Sie an Henry?
Ioan Gruffudd: "Ich mag an ihm, dass er ehrlich ist. Es fällt ihm ziemlich schwer, Gefühle zu zeigen. Wenn wir also die Möglichkeit haben, sie zu zeigen, sind sie wirklich sehr ergreifend."

Sie sterben oft in der Serie. Wie spielen Sie die Todes-Szenen? Kümmert Henry der Tod nicht mehr oder ist er etwas zögerlich, dass es dieses mal echt sein könnte?
Ioan Gruffudd: "Ich glaube es ist jedes Mal sehr echt für Henry. Deshalb versuchen wir nicht zu unbedacht mit Henry umzugehen. Ich denke, es wäre komisch, wenn Henry jede Woche sterben würde. Wie viele Wege gibt es schon zu sterben? Ich denke, wir gehen damit sehr realistisch um. Er stirbt nur, wenn es notwendig ist."

Würde es Ihnen gefallen noch mehr Superhelden zu spielen?
Ioan Gruffudd: "Reed Richards ("Fantastic Four") zu spielen hat Spaß gemacht, als ich den Film hinterher als Ganzes sah. In dem Moment als wir gedreht haben, war es nicht unbedingt großer Spaß, da die Hälfte aller Sachen nicht vorhanden war. Ich musste mir alles vorstellen. Und dann siehst du im Computer all die Effekte und alles macht mehr Sinn. "Forever" ist für den Moment viel unmittelbarer und echter."

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