Frühstücksfernsehen

Snapchat und Werbung 2.0

Wie kann ich vom Bloggen leben?

Schicke Handtaschen, Übernachtungen in 5-Sterne-Hotels – und das alles auch noch gratis! Der Alltag als bekannter Blogger hört sich erstmal gut an. Aber wie funktioniert die Bloggerszene wirklich? Und wie kann man damit seinen Lebensunterhalt verdienen?

„Selfies und Filter“ sind für sie das, was für andere Menschen Stift und Tastatur sind und Snapchat und Instagram sind ihr Büro. Bekannte Blogger können von ihren Social-Media-Aktivitäten durchaus leben. Aber Moment –

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Wer kann sich überhaupt als Blogger bezeichnen?

Ein Blog, das ist eine Art öffentliches Tagebuch im Internet, denn die Artikel, die der Blogger dort veröffentlicht, sind oft im Stil von kurzen Tagebucheinträgen verfasst und haben meist eine sehr persönliche und oft auch kritische Note. Bloggen kann man über alle möglichen Themen: Mode, Tierschutz oder vegane Rezepte. Meist können sich die Leser eines Blogs in Form von Kommentaren an den Diskussionen beteiligen. Diese Leute, die die Einträge des Bloggers regelmäßig verfolgen und kommentieren, sind seine Follower.

Wie wichtig sind Follower?

Viele Follower zu haben ist von Vorteil, denn das bedeutet, dass man eine höhere Reichweite hat, sprich, dass mehr Leute sehen, was man postest und damit auch deren Freunde und so weiter. Man spannt also ein Netzwerk. Bloggen kann aber eben nicht nur, wer eine eigene Seite einrichtet: YouTube, Snapchat oder Instagram sind weitere bekannte Beispiele. Diese Medien werden vor allem von jungen Menschen häufig genutzt und das ist auch die Zielgruppe, die ein Blogger wie Riccardo Simonetti (unser Gast am Freitag im Studio) mit seinen Posts hauptsächlich erreichen will.

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Die junge Zielgruppe ist für Blogger und Unternehmen besonders interessant, weil Jugendliche in ihrer Persönlichkeit oft noch nicht so gefestigt sind, wie Erwachsene, sondern eher unsicher, wie sie sich kleiden und zu gewissen Themen stehen sollen. Häufig sind bekannte Blogger in der jungen Altersgruppe große Idole, deren Stil nachgeeifert wird. Was diese Blogger also posten, nimmt Einfluss auf die Zielgruppe. Deshalb werden bekannte Blogger auch als "Influencer" bezeichnet.

Ein Beispiel: Testet eine YouTuberin eine neue Haar-Kur und bewerten sie als schlecht, werden die meisten ihrer Follower beim nächsten Drogerie-Einkauf wahrscheinlich eine andere Kur wählen, da sie dem Urteil ihrer Lieblings-Bloggerin vertrauen.

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So funktioniert Werbung 2.0!

Und genau hier wird es spannend für Unternehmen in Sachen Werbung: Denn wenn ein Blogger Produkte oder Dienstleistungen weiterempfiehlt, ist das natürlich die perfekte Werbung für die Marke!  Aus diesem Grund erhalten bekannte Blogger viele Zusendungen mit Produkten, Gratis-Übernachtungen in Hotels oder Essens-Gutscheine in Restaurants geschenkt oder erhalten Geld dafür, dass sie diese im Gegenzug in ihren Videos oder Blogeinträgen zeigen. Diese Art der Werbung nennt man „Product Placement“, auch bekannt als „Schleichwerbung“. So verdienen Blogger Geld.

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Welche Plattformen gibt es?

Außerhalb von dem klassischen Blog, also einer eigenen Homepage, eignet sich die Bilderplattform Instagram gut, wenn man zum Beispiel über Essen oder Mode bloggt und das gerne fotografiert und postet. Hoch im Kurs steht momentan die App Snapchat: Die Besonderheit daran: Fotos und Video, die man auf seiner „Snapchat Story“ freigibt, löschen sich nach 24 Stunden automatisch wieder von selbst. Riccardo Simonetti postet täglich etwa 500 solcher 10-sekündigen Videos auf Snapchat! In solchen Videos stellt er zum Beispiel zwei Outfits vor und bittet seine Follower, ihm einen Rat zu geben, welches er heute tragen soll. Durch das ständige Miteinbeziehen wird er damit ein Star „zum Anfassen“, für seine Follower, denn sie sind immer hautnah dabei! Schätzungen zufolge verdienen Blogger wie Riccardo um die 5000€ monatlich.

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Also auf die Plätze, fertig und losgebloggt?

Klingt doch super einfach, oder? Auf den ersten Blick ja. Ein paar Beauty-Produkte in die Kamera halten, kann zwar eigentlich jeder. Andereseits ist es alles andere als leicht, in einem Meer von Bloggern, die man im Internet findet, herauszustechen und bekannt zu werden. Und nicht zuletzt muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man gerne so viel von seinem Privatleben preisgeben möchte und immer mit dem Druck leben will, etwas Neues und Spannendes zu posten, um seinen Follower bei Laune zu halten.

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