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Gina-Lisa vor Gericht!

Staffel 1

Sie ist immer frech, sexy, offenherzig und freizügig! Doch heute ist ihre Welt alles andere als Glamour und Spaß. Sie muss sich wegen einer angeblichen Falschaussage vor Gericht verantworten.

01.06.2016 09:00 | 3:31 Min | © Sat.1

Gina-Lisa Lohfink vor Gericht

Gina-Lisa: Vergewaltigung oder Falschaussage?

Gina-Lisa ist von den Ereignissen sichtlich mitgenommen.
Gina-Lisa ist von den Ereignissen sichtlich mitgenommen. © dpa

Gina-Lisa Lohfink ist vielen vor allem als Model und It-Girl bekannt. Doch seit sie im Prozess um eine vermeintliche Vergewaltigung vom Opfer zur Angeklagten wurde, ist sie für viele vor allem eins: Sinnbild für das lasche deutsche Sexualstrafrecht.

Umstrittenes Video

Die angebliche Vergewaltigung liegt inzwischen schon vier Jahre zurück. Damals sollen Pardis F. und Sebastian C. Gina-Lisa nach deren Angaben mit K.o.-Tropfen betäubt und dann zum Sex gezwungen haben. Belegt ist das Ganze in einem Handyvideo, das die vermeintlichen Täter selbst in Umlauf brachten. Doch obwohl in dem Video mehrfach zu hören ist, wie die 29-Jährige "Hör auf!" sagt, glaubte die Staatsanwaltschaft den Angaben der jungen Frau nicht und ließ die Anzeige fallen. Dafür erließ sie im Dezember 2015 eine ganz neue: gegen die ursprüngliche Klägerin selbst. Wegen falscher Anschuldigung sollte Gina-Lisa eine Strafe in Höhe von insgesamt 24.000 Euro zahlen.

Eine Strafe, gegen die Lohfinks Anwalt Berufung einlegte. Gina-Lisa selbst sagte im Interview mit Sat. 1: "Bevor ich dieses Geld zahle, gehe ich eher in den Knast." Mit zitternder Stimme beteuerte sie immer wieder die Echtheit ihrer Aussage. Nun ging der Prozess um die angebliche Vergewaltigung in eine neue Runde und musste direkt unterbrochen werden: Gina-Lisa war in der Mittagspause zusammengebrochen. Wie das Verfahren am Ende ausgeht, bleibt abzuwarten.

Gina-Lisa als unfreiwilliges Zugpferd

Gina-Lisas Anwalt jedenfalls findet klare Worte zum potenziellen Ausgang der Verhandlung. Falls der Fall nicht mit einem Freispruch für seine Mandantin ende, wäre das ein denkbar schlechtes Signal, so der Jurist. "Wenn das Vorgehen in Berlin Schule macht, traut sich bald keine sexuell genötigte Frau mehr in Deutschland zur Polizei." Genauso sehen es viele Aktivistinnen und Aktivisten, die sich durch den Fall in ihrer Kritik an dem vermeintlich zu laschen deutschen Sexualstrafrecht bestätigt sehen. Sie machten Gina-Lisa zum Gesicht ihrer heißen Diskussion um eine Verschärfung der Gesetzte.

Fazit: Wie auch immer der Prozess um Gina-Lisa und die noch umstrittene Vergewaltigung ausgehen mag, in Bezug auf das Sexualstrafrecht wird der Fall wohl noch länger für Diskussionen sorgen.

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