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Mietrecht: Darf mein Vermieter die Heizung abstellen?

Staffel 1

Teil 1: Rund um das Thema Miete gibt es enorm viele Fragen. Mietrechtsexperte Ulrich Ropertz beantwortet eure Fragen aus dem Netz.

11.01.2017 01:00 | 3:03 Min |

Rauchen in der Mietwohnung

Rauchen in der Mietwohnung ist erlaubt. Das Rauchen gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Wohnung. Nachbarn, die sich dadurch gestört fühlen haben weder das Recht die Miete zu mindern noch vom Vermieter zu verlangen, dass das Rauchen im Haus verboten wird oder der jeweilige Nachbar seine Wohnung nach bestimmten Vorgaben zu lüften hat. Das hat das Landgericht Berlin entschieden.

Rauchmelderpflicht in Deutschland

Die Rauchmelderpflicht wird aktuell in den Landesbauordnungen der jeweiligen Bundesländer geregelt. Derzeit haben 13 Bundesländer eine solche Pflicht, auch wenn sich diese pro Bundesland individuell gestalten. Der Vermieter ist generell also dazu verpflichtet in den zu vermietenden Wohnungen Rauchmelder zu installieren.

In diesen Bundesländern gilt derzeit die Rauchmelderflicht:

Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein

Vermieter muss zentrale Heizungsanlage einstellen

Während der Heizperiode, in der Regel vom 1. Oktober bis 30. April, muss der Vermieter die zentrale Heizungsanlage so einstellen, dass eine Mindesttemperatur in der Wohnung zwischen 20 und 22 Grad Celsius erreicht werden kann.
Allerdings muss der Vermieter nicht „rund um die Uhr“ diese Mindesttemperaturen garantieren. Nachts, also zwischen 23.00 bzw. 24.00 und 6.00 Uhr, reichen nach der Nachtabsenkung auch 18 Grad Celsius aus.
Mietvertragsklauseln, nach denen zum Beispiel eine Temperatur von 18 Grad Celsius zwischen 8.00 und 21.00 Uhr ausreichen soll, sind unwirksam.

Wohnungsmangel bei nicht Einhalten der Mindesttemperaturen

Wird die Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius im Winter nicht erreicht, liegt  ein Wohnungsmangel vor. Der Vermieter ist verpflichtet, diesen Mangel abzustellen. Solange dies nicht geschehen ist, kann der Mieter die Miete mindern. Bei einem völligen Heizungsausfall und Minusgraden im Winter ist eine Mietminderung bis zu 100 Prozent möglich. Wird es in der Wohnung nur noch maximal 18 Grad Celsius warm, ist eine Mietminderung bis zu 20 Prozent denkbar.

Weitere Tipps: Muss ich für Schäden in der Mietwohnung zahlen?  & Darf mir wegen meines Haustieres gekündigt werden?

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